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Der Norden Eltern fordern bessere Lehrerversorgung
Nachrichten Der Norden Eltern fordern bessere Lehrerversorgung
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00:15 15.02.2016
Von Saskia Döhner
Symbolbild Schule Quelle: Marijan Murat
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Hannover

"Die Unzufriedenheit der Eltern mit der Bildungspolitik der Landes wächst", sagt Petra Wiedenroth, Vorsitzende des Vereins "Wir für bessere Schule", die jetzt eine Volksinitiative für eine bessere Unterrichtsversorgung gestartet hat. Hauptziel sei es, eine Lehrerversorgung von mindestens 103 Prozent an allen Schulformen sicherzustellen.

Das Kultusministerium hatte mitgeteilt, dass die Unterrichtsversorgung generell bei 99,5 Prozent liege, die Gymnasien haben mit 99,8 Prozent den zweitbesten Wert nach den Grundschulen, am schlechtesten schneiden die Förderschulen ab.  Während Ministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) den Wert als einen Erfolg verkauft, weisen Eltern, Opposition und Lehrerverbände darauf hin, dass dies gegenüber den Vorjahren ein Rückgang um 2,5 Prozent sei. Immer wieder gebe es an Schulen Unterrichtsausfall in großem Stil. Das Land hat nachgesteuert: Viele Schulen haben zum zweiten Halbjahr, das Anfang Februar begonnen hat, noch einmal deutlich mehr Lehrer einstellen können. Die CDU befürchtet trotzdem, dass am Ende Lehrer fehlen werden, wenn der erste Jahrgang an den Gymnasien wieder nach 13 Jahren das Abitur macht. Dazu müssten mindestens 1300 neue Pädagogen eingestellt werden, meint Kai Seefried (CDU).

Den Initiatoren der Volksinitiative geht es nicht nur um Lehrerstunden, sondern auch um den Erhalt der Schulformen: Eltern sollten frei wählen können, welche Schule sie für ihr Kind wollten. Die Förderschule für lernschwache Kinder solle nicht schrittweise aufgelöst werden, wie es das Schulgesetz vorsieht, sondern wieder eingeführt werden. Zudem müsste der Bestand von Gymnasien tatsächlich gesichert sein und Kindern dürfe nicht mehr als 45 Minuten Fahrzeit zugemutet werden. Wiedenroth wies darauf hin, dass die Schließung von Gymnasien kein Hirngespinst sei, wie Rot-Grün behaupte, sondern schon drohende Realität, wie etwa in Dannenberg im Wendland.

Ein Jahr haben die Eltern Zeit, um 70 000 Unterschriften zu sammeln, dann muss sich der Landtag mit dem Thema befassen.

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