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Sanierung nach Millionen-Pfusch an A7

Ermittlungen Sanierung nach Millionen-Pfusch an A7

Krebserregendes Material wurde beim Ausbau der Autobahn 7 vor eineinhalb Jahren in Seiten- und Mittelstreifen gefunden. Während die Sanierung beginnt, ermittelt die Staatsanwaltschaft noch immer.

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Nach dem Fund krebserregender Materialien auf Seiten- und Mittelstreifen der A7 beginnt die Sanierung.

Quelle: dpa/Symbolbild

Hildesheim. Nach dem Umweltskandal beim Ausbau der Autobahn 7 in Südniedersachsen beginnen am Montag die Sanierungsarbeiten. Zwischen dem Dreieck Salzgitter und der Anschlussstelle Bockenem (Kreis Hildesheim) solle zunächst der Mittelstreifen saniert werden, teilte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit. Dazu werden voraussichtlich bis zum Frühjahr 2017 abschnittsweise auf beiden Seiten die linken Spuren gesperrt. Ein Ende der strafrechtlichen Aufarbeitung des Falles sei dagegen noch nicht in Sicht, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hildesheim am Donnerstag. Ein abschließendes Gutachten stehe noch aus.

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatte im März 2015 Strafanzeige erstattet. Sie hält den beteiligen Bauunternehmen vor, beim Ausbau der A7 krebserregende Asphaltreste im Untergrund mitverarbeitet zu haben, statt sie zu entsorgen. Mittel- und Seitenstreifen sind nach Angaben des niedersächsischen Verkehrsministeriums auf einer Länge von zwölf Kilometern voll von sogenannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK).

Allein die vorläufige Sanierung des Mittelstreifens mittels Kunststoffabdichtungen soll vier Millionen Euro kosten. Die Maßnahme soll das Eindringen von Regenwasser und ein Auswaschen von Schadstoffen verhindern. Für die Seitenstreifen wird an einem Konzept noch gearbeitet. Die Arbeiten dort sind für das kommende Jahr geplant. Die Sanierung von Zuwegungen und Umfahrungen an sieben Regenrückhaltebecken und sechs Regenrückhaltegräben entlang der Strecke sind bereits abgeschlossen. Dort wurden PAK-belastete Materialien entfernt. Die Kosten dafür lagen bei etwa sechs Millionen Euro.

Das Land fordert, dass die am A7-Ausbau beteiligten Firmen für die Kosten aufkommen, deren Gesamthöhe im zweistelligen Millionenbereich liegen könnte. Die "Hildesheimer Allgemeine" hatte berichtet, dass die Unternehmen vor Gericht klären lassen wollen, ob sie alleine verantwortlich sind oder ob Einzelpersonen oder das Land, das die Arbeiten nicht ausreichend beaufsichtigt habe, mithaften müssen.

Der betroffene Autobahnabschnitt von Bockenem bis zum Salzgitter-Dreieck war von 2011 bis 2014 für rund 60 Millionen Euro auf sechs Streifen ausgebaut worden.

lni

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