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Der Norden Erneut Klagen gegen Ortsumgehung Celle
Nachrichten Der Norden Erneut Klagen gegen Ortsumgehung Celle
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09:50 20.04.2016
Der Bau des letzten der drei Teilabschnitte der Ortsumgehung der B3 um Celle wird vor dem Oberverwaltungsgericht verhandelt. Quelle: dpa
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Celle

Mit der umstrittenen Ortsumgehung Celle beschäftigt sich am Mittwoch das niedersächsische Oberverwaltungsgericht. Die Bundesstraße 3 soll um die Stadt herumgeführt werden. Gegen entsprechende Planungen der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr für den mittleren Abschnitt klagen der Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund), eine Jagdgenossenschaft und mehrere Privatleute. Gegebenenfalls werde das Verfahren vor dem 7. Senat am Donnerstag fortgesetzt, sagte eine OVG-Sprecherin in Lüneburg.

Die Kläger sehen in dem geplanten Bau der letzten von drei Teilstrecken einen Verstoß gegen europäisches Naturschutzrecht. Sie bestreiten, dass es aus Verkehrsgründen überhaupt Bedarf gibt. Außerdem gebe es verträglichere Alternativen. Zudem würde gegen Schutzbestimmungen etwa für Vögel und Fledermäuse verstoßen. Die Planer wollen dagegen die Celler Innenstadt vom Durchgangsverkehr entlasten und Nadelöhre beseitigen.

Im September 2012 hatte der Bund für Umwelt und Naturschutz bereits beim Oberverwaltungsgericht gegen den entsprechenden Planfeststellungsbeschluss geklagt und einen Baustopp für den mittleren Abschnitt erreicht. Die Klärung der Fragen zum Gebiets- und Artenschutz sei ausgesprochen komplex, befanden die Richter damals. Der Ausgang des Verfahrens sei völlig offen, eine Entscheidung in der Hauptsache stehe noch aus. Die Planungen wurden daraufhin überarbeitet.

Eine Klage gegen den ersten Bauabschnitt hatte das Oberverwaltungsgericht im Februar 2007 abgewiesen. Das Teilstück konnte im Juni 2009 für den Verkehr freigegeben worden, im Juni 2013 folgte die Freigabe für den südlichen Abschnitt.

dpa

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