Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Getöteter Seeadler: Schütze ermittelt
Nachrichten Der Norden Getöteter Seeadler: Schütze ermittelt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:11 08.04.2016
Im Fall des erschossenen Seeadler-Weibchens im Kreis Stade hat die Staatsanwaltschaft einen Tatverdächtigen ermittelt. Quelle: dpa/Symbolbild
Anzeige
Stade

Zunächst hatte die "Nordsee-Zeitung" hierüber berichtet. Zeugen hätten am 27. Januar beobachtet, wie ein Mann mit einer Langwaffe in der Nähe des Horstes in den Wald ging. Kurze Zeit später hörten sie einen Schuss. Der tote Seeadler war am 10. Februar entdeckt worden. Der Tatverdächtige habe sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Seeadler sind streng geschützt, in Niedersachsen gibt es nur schätzungsweise rund 200 Exemplare. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist die vorsätzliche Tötung von streng geschützten Arten verboten. Bei einer Verurteilung droht dem Täter eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren.

Einem nahen Familienmitglied des Mannes gehört laut Breas in der Nähe des Horstes Grundbesitz. "Wir ermitteln, ob durch die Tötung des Seeadlers das Grundeigentum einen Wertzuwachs erfahren hat", sagte Breas und nannte in dem Zusammenhang mögliche Planungen zu Windenergieflächen. In Balje-Hörne befindet sich ein Windpark. Baljes Bürgermeister Hermann Bösch (CDU) sagte der "Nordsee-Zeitung", es seien keine weiteren Anlagen geplant. Breas betonte dagegen: "So etwas wird lange im Voraus begutachtet und brütende Seeadler spielen für eine Entscheidung eine Rolle."

Sollte der Wert des Grundbesitzes durch den Tod des Seeadlers tatsächlich gestiegen sein, könnte der Staat den finanziellen Vorteil abschöpfen - auch wenn dem Eigentümer keine Straftat nachgewiesen werden könne, so Breas.

lni

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eine Gruppe von Atomkraftgegnern hat in der Nacht zu Freitag einen mit radioaktivem Material beladenen Zug gestoppt. Auf Twitter sind Bilder zu sehen, auf denen sich die Aktivisten von einer Brücke abseilen, um den Transport zu blockieren. Laut Bundespolizei wurden die Aktivisten zeitweise festgenommen und der Zug setzte seine Fahrt fort.

08.04.2016

Eine vorläufige Bilanz will eine Kommission des Landtags zur Aufarbeitung von Stasi-Machenschaften in Niedersachsen heute vorlegen. Seit einem Jahr verschafft sich die Kommission einen Überblick darüber, wo und wie das DDR-Ministerium für Staatssicherheit in Niedersachsen gewirkt hat.

08.04.2016

Die Serie geht weiter: Erneut ist in Niedersachsen ein Geldautomat gesprengt worden. Diesmal traf es eine Bank in Oldenburg, wie ein Polizeisprecher am frühen Freitagmorgen sagte.

08.04.2016
Anzeige