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Der Norden Erste Störche kehren nach Niedersachsen zurück
Nachrichten Der Norden Erste Störche kehren nach Niedersachsen zurück
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07:21 12.02.2016
Ja, ist denn schon Frühling? Ein Storchenpaar balzt in seinem Nest der Storchenstation in Berne. Quelle: dpa
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Berne/Leiferde

Die ersten Störche sind nach Niedersachsen zurückgekehrt - deutlich früher als sonst. In der Wesermarsch und im Kreis Gifhorn haben bereits einige Vögel wieder ihre Nester bezogen. Darunter ist auch Storch "Fridolin", der seit Jahren auf dem Schornstein des Nabu-Artenschutzzentrums in Leiferde wohnt. "So früh war er noch nie zurück", sagte Leiterin Bärbel Rogoschik. Normalerweise kommen die Störche erst im Frühjahr aus ihren Winterquartieren zurück. Doch das verschiebt sich wegen der milden Winter inzwischen immer weiter nach vorne.

"Es ist auffällig, dass immer mehr Störche früh zurückkommen oder gar nicht mehr wegfliegen", sagte Udo Hilfers von der Storchenpflegestation in Berne. Eine kurze Zeit mit Frost und Schnee können die Vögel überstehen. "Sie fahren ihren Kreislauf runter und sitzen das aus." Andere fliegen gar nicht mehr bis nach Afrika, sondern überwintern in wärmeren Regionen in Europa, zum Beispiel in Spanien, wo sie auf riesigen Müllkippen viel Nahrung finden.

Rings um die Station im Kreis Wesermarsch haben bereits einige Störche damit begonnen, ihre Nester für die neue Brutsaison auszubessern. "Störche sind nesttreu. Wenn sie einmal gebrütet haben, kehren sie immer zu ihrem Nest zurück", erläuterte der Experte. Traditionell kommt zuerst das Männchen zurück, um das Nest nach dem Winter auf Vordermann zu bringen. Eigentlich bleibt sich ein Storchenpaar treu. Doch viele Tiere sterben auf der anstrengenden und gefährlichen Reise nach Süden. Dann bekommt ein neuer Partner eine Chance.

Zahl der Störche ist stetig gestiegen

So war es auch bei "Fridolin". Jahrelang brütete er gemeinsam mit "Frida". Im vergangenen Jahr kehrte sie nicht mehr aus dem Winterquartier zurück. Eine andere Storchendame machte "Fridolin" schöne Augen. "Er wollte sie am Anfang überhaupt nicht und hat sie immer weggehackt", sagte Rogoschik. Doch "Friederike" blieb beharrlich und hatte am Ende Erfolg. Mit Spannung warten die Mitarbeiter des Artenschutzzentrums in Leiferde jetzt auf ihre Rückkehr.

Die Zahl der Störche ist in Niedersachsen und Bremen in den vergangenen Jahren nach Angaben des Naturschutzbundes stetig gestiegenen. Mehr als 770 Storchenpaare ließen sich im vergangenen Jahr dort nieder. Dennoch seien die Zahlen von früher noch lange nicht erreicht, betonte Rogoschik. "Wir sehen es mit Sorge, dass immer mehr Wiesen in Maismonokulturen verwandelt werden." Störche bräuchten Überschwemmungsgebiete an Flüssen und Wiesen mit feuchten Stellen, um ausreichend Futter wie Regenwürmer, Mäuse und Maulwürfe zu finden.

dpa

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