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Der Norden Vögel in der Region Hannover müssen in den Stall
Nachrichten Der Norden Vögel in der Region Hannover müssen in den Stall
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16:06 16.11.2016
Der erste Fall von Vogelgrippe in Niedersachsen ist bestätigt. Quelle: dpa
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Hannover

Niedersachsen ist erstmals seit Beginn der aktuellen Epidemie bei einem Wildvogel der gefährliche Vogelgrippevirus H5N8 nachgewiesen worden. Bei dem im Kreis Peine entdeckten Tier sei vom Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems in der Nacht zum Mittwoch die hochpathogene Variante des Virus bestätigt worden, teilte das Landwirtschaftsministerium mit.

Es handele sich bei dem Tier um eine Ente, die im Gebiet des Eixer Sees gefunden worden sei, sagte der Sprecher des Landkreises Peine, Henrik Kühn. Es solle nun eine Stallpflicht für Geflügel im Landkreis erlassen werden. Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) bestätigte, dass es sich um den ersten H5N8-Fall handelt. Die tote Ente sei am Montag beim Laves eingegangen.

Rund um den Fundort wurde ein Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern eingerichtet. Hier gebe es in 50 Betrieben rund 1600 Tiere, so Kühn. In einer zusätzlichen Beobachtungszone von zehn Kilometern würden in Geflügelhaltungen rund 120 000 Tiere leben. Wegen der Vogelgrippegefahr gilt inzwischen in mehr als der Hälfte der Landkreise in Niedersachsen die Stallpflicht. Inzwischen wurden aus sechs Bundesländern Vogelgrippe-Fälle gemeldet.

Seit Mittwoch gilt auch in den Landkreisen Friesland, Wittmund, Wesermarsch die sogenannte Aufstallungspflicht. In der Region Hannover tritt sie am Freitag in Kraft. Viele Rassegeflügelschauen wurden abgesagt. Der Landkreis Peine richtete zur Information ein Bürgertelefon ein, das von Donnerstag an unter der Rufnummer 05171-4017777 montags bis freitags jeweils von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr erreichbar ist.

Das ist der H5N8-Virus

Das Vogelgrippe-Virus H5N8 kann in unterschiedlich gefährlicher Form auftreten. Ein hochpathogenes Influenzavirus H5N8 wurde nach Auskunft des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) erstmals Anfang 2014 in Südkorea bei Geflügel und Wildvögeln nachgewiesen. Dort habe es diverse Ausbrüche gegeben, mehrere Millionen Vögel seien sicherheitshalber getötet worden. Im Zuge der Ausbrüche seien infizierte Wildenten entdeckt worden, die aber weniger stark erkranken. Das Virus tauchte auch in China und Japan auf.

Seit November 2014 wurden solche H5N8-Viren in mehreren Geflügelbetrieben in Deutschland und anderen europäischen Ländern entdeckt. Infektionen von Menschen mit den Viren sind laut FLI bislang weltweit nicht nachgewiesen worden. Eine Ansteckung über infizierte Lebensmittel ist nach Auskunft des Bundesinstituts für Risikobewertung "theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich". H5N8-Viren waren schon früher entdeckt worden, etwa 1983 in Irland. 

frs/dpa

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