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Panzer wirbeln bei Stahl auf der Heide Staub auf

Munster Panzer wirbeln bei Stahl auf der Heide Staub auf

Quietschende Ketten, blauer Auspuffqualm und viel Staub: Unter dem Motto "Stahl auf der Heide" hat das Deutsche Panzermuseum in Munster zum fünften Mal einige Exponate im Freien fahren lassen - erstmals an zwei Tagen, die beide ausverkauft waren. Das Museum will zudem für rund 5 Millionen Euro sein Gelände modernisieren.

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Quelle: Thomas Tsxhörner

Munster. Die Tribünen sind bis auf den letzten Platz besetzt. Henry Wahl, der seit drei Jahren Museumsführungen in Munster macht, erläutert die Fahrzeuge, die durch das Gelände rattern. Aus Sicherheitsgründen fährt stets nur ein Panzer, und wegen der von den Ketten aufgewirbelter Steine sind bestimmte Bereiche für das Publikum tabu. Unter "Evolution" lässt Wahl, der 35 Jahre lang Hubschrauberpilot bei der Bundeswehr war, den geradezu zierlich wirkenden Panzer I auffahren, gefolgt von Panzer IV und Panther. Nach den drei Wehrmachtsmodellen folgen Kettenfahrzeuge der Bundeswehr wie unter anderem die Kampfpanzer Leopard 1 und 2, der Flakpanzer Gepard und der Schützenpanzer Marder sowie der sowjetische Kampfpanzer T 62 und der ebenfalls sowjetische Schützenpanzer BMP 1. Die Zuschauer sind begeistert.

"Stahl auf der Heide ist immer relativ schnell ausverkauft", sagt Julia Engau, Pressesprecherin des Panzermuseums. Das erste Kartenkontingent werde bereits im ersten Quartal des Jahres verkauft. Weil nicht jeder so weit im Voraus planen könne, gebe es im Juni/Juli einen zweiten Durchlauf. Zum ersten Mal wurde ein zweiter Tag dazu genommen, so dass insgesamt 7000 Karten zur Verfügung standen. Bei der Vorführung fahren ehrenamtliche Helfer die Fahrzeuge. Etwa 150 Freiwillige kümmern sich im Panzermuseum um die Exponate und halten sie in Schuss. Jeweils ein Team kümmert sich um mehrere Fahrzeuge. Unter den Helfern sind ehemalige Soldaten ebenso wie Technikinteressierte, die zum Teil berufliche Ausbildungen mitbringen. "Viele werden von uns entsprechend ausgebildet", sagt Engau. Das Panzermuseum habe ein relativ junges Publikum, der Frauenanteil liege bei 25 Prozent.

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Aktuell verfügt das Museum über rund 150 Fahrzeuge, die auf etwa 10.000 Quadratmetern präsentiert werden. Geplant sei eine Modernsierung: Drei alte Hallen sollen für rund 5 Millionen Euro ersetzt werden. Die pädagogische Aufbereitung soll um einen Technikteil ergänzt werden. "Wir wollen erklären, wie ein Panzer funktioniert." Für Munster sei dies ein großer Schritt, auch wenn das Museum in seinem Bereich bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal hat. "Der nächste Big Player ist Bovington in Südengland."

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