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Die letzte Reise der riesigen Pottwale

Nordsee Die letzte Reise der riesigen Pottwale

Die Nordsee wurde für ein Dutzend riesiger Pottwale zur tödlichen Falle. Mehrere der Kolosse sind unter großen Mühen ans Festland gebracht worden. Nun müssen die Überreste entsorgt werden.

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Ein Team von Walexperten beginnt auf der Pier des JadeWeserPorts in Wilhelmshaven mit der Zerlegung von zwei Pottwal-Kadavern.

Quelle: dpa

Wilhelmshaven. Der Schwerlastkran am JadeWeserPort hievte den tonnenschweren Kadaver des ersten Pottwals gegen 22.15 Uhr aus dem Wasser. Die reißfesten Schlaufen wurden herabgelassen und dann von einem Boot aus um den massigen Körper bugsiert. Der Service-Bereich im Wilhelmshavener Hafen war am Freitagabend hell erleuchtet. Gegen 23.00 Uhr war auch der zweite Pottwal an Land und damit die Geschichte der Wale von Wangerooge fast zu Ende.

 Nach einer tagelangen Reise ist auch der dritte vor Schleswig-Holstein entdeckte tote Pottwal nach Nordstrand gebracht worden. 150 Menschen sahen am Samstagvormittag zu, wie Experten das Tier zerlegten.

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"Wir haben es geschafft, innerhalb relativ kurzer Zeit, mit Teams und Einzelpersonen ... eine Aufgabenstellung zu meistern, die alles andere als alltäglich war und für die es hoffentlich auch nicht so schnell eine Wiederholung gibt", sagte Niedersachsens Umweltstaatssekretärin Almut Kottwitz, als sie Samstagfrüh zum Hafen fuhr. Dort lagen die beiden Kadaver in großen Wannen.

Das Schicksal der beiden Wangerooge-Wale und auch das ihrer zehn Artgenossen, die an den Nordseeküsten von Deutschland und den Niederlanden verendeten, hatte viele Menschen berührt. Die Todesursache der Meeressäuger? Vermutlich hatten sie sich schlicht und ergreifend auf dem Weg von der Arktis zu den Azoren verschwommen und kamen nicht mehr aus der "Nordsee-Falle" raus.

Die Überreste der Wale müssen fachgerecht entsorgt werden. In Containern sollen sie von Wilhelmshaven zur Tierkörperbeseitigungsanstalt von Friesoythe (Kreis Cloppenburg) gebracht werden. Ein Skelett der "Wanger-Wale" soll aber sorgsam aufbereitet werden. Am Samstag ging der niederländische Tierpräparator Aart Walen mit seinem Team ans Werk. Zunächst wurden "Stufen" in die dicke Fettschicht der Wale geschnitten, damit die Zerleger auf den Kadaver klettern konnten.

Der Niederländer hatte die Tiere bereits auf Wangerooge angestochen, um eine Explosion der Kadaver zu verhindern. Die Organe zerfallen schnell und entwickeln Verwesungsgase, die den Körper platzen lassen können. Die Entsorgung des in der Wesermündung bei Bremerhaven gefundene dritten Wals ist indes nicht geplant. Das tote Tier liege im Bereich des Nationalparks, der nicht betreten werden darf.

In Schleswig-Holstein kam unterdessen nach tagelanger Reise auch der dritte vor der Landesküste entdeckte tote Pottwal in Nordstrand an. 150 Menschen sahen am Samstagvormittag an der Kaimauer zu, wie Experten das Tier zerlegten. Der tote Jungbulle war zeitweise abhandengekommen, nachdem ein Abschleppseil zum Schlepper gerissen war. Doch der Kadaver war nach kurzer Suche wiedergefunden.

Von Helmut Reuter und Ingo Wagner, dpa

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Mann lebt seit 54 Jahren allein im Wald

Günther Hamker (75) lebt seit mehr als 50 Jahren in einer Waldhütte im Harz, die er als Jugendlicher von seinem Großvater geerbt hat. Er ist in vielen Bereichen Selbstversorger. Sein Wasser stammt aus einem selbstangelegten Brunnen, Strom erzeugt er mit Windkraft und Solarenergie. Für seine Öfen hackt er im Sommer Holz.