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Extrem gefährliche Fliegerbombe entschärft

Wohngebiet in Hamburg Extrem gefährliche Fliegerbombe entschärft

Immer wieder werden in Hamburg Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, diesmal wurde eine in einem Wohngebiet im Stadtteil Othmarschen entdeckt. Und der Sprengmeister sprach von einem der brisantesten Einsätze seit Jahren.

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Die gefundene Fliegerbombe stellt die Verantwortlichen vor eine Herausforderung.

Quelle: dpa

Hamburg. Gefährlicher Einsatz: Experten der Hamburger Feuerwehr haben am Montagabend mitten im Hamburger Nobelstadtteil Othmarschen eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht. Sie sprengten dafür den bei Baggerarbeiten beschädigten Zünder aus der Bombe heraus. Zur Sicherung war über der Baugrube ein Behälter mit 21 000 Liter Wasser aufgebaut worden.

In Hamburg wurde eine sehr gefährliche Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden.

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Die englische Bombe war am Mittag entdeckt worden. Sie sei vom Bagger bewegt und der Säurezünder dabei beschädigt worden, stellte ein Sprengmeister fest. Dadurch sei sie höchst gefährlich gewesen und hätte jederzeit explodieren können. Der Sprengmeister sprach von einem der brisantesten Einsätze seit Jahren.

Wegen der akuten Gefahr wurde daraufhin sofort mit Evakuierungsmaßnahmen in dem Elbvorort begonnen. Aus Sicherheitsgründen sollte ein Gebiet im Radius von 300 Metern um die Fundstelle gesperrt werden. Rund 900 Einwohner sind in dem Umkreis gemeldet. Viele waren aber nicht zu Hause. Am Nachmittag wurden 225 Anwohner in Sicherheit gebracht, ein Teil davon in einer Schule in unmittelbarer Umgebung. Auch der Luftraum wurde bis zu einer Höhe von 1000 Metern gesperrt.

Vor der Entschärfung des Sprengkörpers wurde über der Baugrube ein Holzgerüst aufgebaut, auf das ein Behälter mit 21.000 Liter Wasser gestellt wurde. Damit sollte im Fall einer Explosion die Wucht gedämpft werden. Ein Feuerwehrsprecher sprach von einem ungewöhnlichen Verfahren, das er in den vergangenen zehn Jahren noch nicht erlebt habe.

Bei der Sprengung des Zünders wurde der Wasserbehälter beschädigt und es flossen Hunderte Liter Wasser in die Grube. Dies musste erst wieder herausgepumpt werden, bevor die Bombe mit einem Bagger aus dem Schlamm herausgeholt werden konnte.

Im Zweiten Weltkrieg fielen nach Schätzung des Kampfmittelräumdienstes 107000 Tonnen Bomben auf Hamburg. 12 bis 13 Prozent davon sollen nicht explodiert sein. Erst Anfang Dezember war eine 250-Kilo-Bombe in Hamburg-Allermöhe entschärft worden. Etwa eine Woche zuvor waren 4000 Anwohner im Stadtteil Wilhelmsburg aufgefordert worden, wegen der Entschärfung einer 500-Kilo-Bombe ihre Häuser zu verlassen.

dpa

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