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Der Norden Rostige Atomfässer werden saniert
Nachrichten Der Norden Rostige Atomfässer werden saniert
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11:00 17.04.2018
Atommüll-Fässer im Lager Leese bei Nienburg – in Einzelfällen war dort Rost aufgefallen. Quelle: Nds. Umweltministerium
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Leese

Das Umweltministerium lässt im Atommülllager Leese (Kreis Nienburg) sämtliche in seinem Verantwortungsbereich liegenden 1484 Fässer mit radioaktiven Abfällen  genau untersuchen. „Wir werden alle aus der ehemaligen Landessammelstelle Steyerberg stammenden Fässer inspizieren, nachbehandeln und für eine spätere Endlagerung in sogenannte Konrad-Container fachgerecht verpacken,“ sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Montag in Hannover. Eine Voruntersuchung habe ergeben, dass vermutlich mehr als 400 dieser Fässer nachgetrocknet werden müssten.

Nach der Schließung der Landessammelstelle im Jahr 2000 wurden die Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus den Bereichen Medizin, Forschung und Technik nach Leese gebracht. Aktuell zeigen nach Angaben des Ministeriums sieben der Fässer Alterungserscheinungen wie Korrosion oder eine Deckelwölbung. Zudem hatte 2016 eine Untersuchung eines auffälligen Fasses ergeben, dass dessen Inhalt nicht mit der Deklaration übereinstimmte. Der Auftrag für die Überprüfung soll im Sommer vergeben, ein Jahr später mit den Arbeiten begonnen werden. Diese würden vermutlich bis zu zehn Jahre dauern, sagte eine Ministeriumssprecherin. Die Kosten von 10-12 Millionen Euro übernehme der Bund. 

Miriam Staudte von den Grünen forderte eine Unterrichtung des Umweltausschusses über die aktuelle Situation. „Es  muss juristisch überprüft werden, ob diejenigen Anlieferer, die diese Falschdeklarationen zu verantworten haben, noch zur Rechenschaft gezogen werden können“, sagte sie.

Von Gabriele Schulte

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