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Der Norden In Feiertagsdebatte steht Niedersachsen unter Zugzwang
Nachrichten Der Norden In Feiertagsdebatte steht Niedersachsen unter Zugzwang
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17:34 24.02.2018
Jetzt steht Niedersachsen unter Zugzwang: Nach Hamburg und Schleswig-Holstein hat sich auch Bremen für den Reformationstag als zusätzlichem Feiertag ausgesprochen. Quelle: Sebastian Gollnow
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Bremen

In Norddeutschland gibt es eine große Koalition für den Reformationstag als neuen Feiertag. Nach Hamburg und Schleswig-Holstein hat sich gestern auch die Bremische Bürgerschaft für den 31. Oktober als zehnten gesetzlichen Feiertag ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung steht allerdings noch aus – sie wird voraussichtlich erst nach der Abstimmung in Niedersachsen fallen.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte stets betont, dass er nach Möglichkeit eine länderübergreifende Lösung für den Norden finden wolle. Allerdings verläuft die Diskussion in Niedersachsen kontrovers: Weil und CDU-Landeschef Bernd Althusmann plädieren ebenfalls für den Reformationstag, stoßen damit aber unter anderem bei jüdischen Verbänden und katholischer Kirche auf Widerstand. Zuletzt hatte Landtagspräsidentin Gabriele Andretta (SPD) den Internationalen Weltfrauentag am 3. März ins Gespräch gebracht.

„Hinweis für Niedersachsen“

Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) erhofft sich von dem Entscheid in der Hansestadt einen Impuls für die Diskussion in Niedersachsen. „Vielleicht ist es ein guter Hinweis für Niedersachsen, den Weg auch zu gehen“, sagte er. Es wäre ein „Schildbürgerstreich“, wenn die vielen Pendler zwischen den beiden Ländern unterschiedliche Feiertage bekämen. 57 Abgeordnete stimmten für den Reformationstag, 24 dagegen. Ein Abgeordneter enthielt sich. Der Internationale Frauentag und der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai, die ebenfalls zur Abstimmung standen, wurden abgelehnt.

Zuvor hatte sich Bürgermeister Sieling in der Landtagsdebatte erneut für den 31. Oktober ausgesprochen. „Für mich ist das ein Tag des gesellschaftlichen Aufbruchs gewesen“, sagte er. Zudem sei dafür die größte gesellschaftliche Zustimmung zu erwarten. Eine Entscheidung in Niedersachsen wird noch ein paar Wochen in Anspruch nehmen: Zuletzt hieß es, der Landtag werde kaum vor April über den neuen Feiertag entscheiden.

Von stk/lni

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