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Der Norden Einbetonierte Frau: Ex-Geliebter festgenommen
Nachrichten Der Norden Einbetonierte Frau: Ex-Geliebter festgenommen
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16:40 10.08.2016
Von Tobias Morchner
Quelle: Symbolbild
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Hannover

Zielfahndern der Kripo Hannover ist ein Durchbruch bei den Ermittlungen in einem spektakulären Mordfall gelungen. Am Montag nahmen sie in der Innenstadt von Detmold (Nordrhein-Westfalen) den 47-jährigen Ali Kemal S. aus Hannover fest. Er steht unter dringendem Verdacht, im März dieses Jahres seine Geliebte, die 39-jährige Rita Dari W. aus Soltau, in der Türkei erschossen, die Leiche anschließend in ein Fass gesteckt und dieses in das Fundament eines Hauses einbetoniert zu haben.

S. soll möglichst schnell den türkischen Behörden überstellt werden. Derzeit sitzt er aufgrund einer sogenannten Festhalteanordnung im Gefängnis. Der Fall hatte in türkischen und deutschen Medien für viel Wirbel gesorgt. Rita Dari W. und Ali Kemal S. sollen seit Jahren ein Verhältnis gehabt haben, obwohl beide verheiratet waren. Als die gelernte Kosmetikerin am 13. März nicht von einem Aufenthalt in Istanbul nicht zurückgekehrt war, meldete ihr Ehemann sie als vermisst.

Die Ermittlungen nahmen aber erst Fahrt auf, nachdem sich die Tante und der Bruder der Vermissten an die Redakteure der türkischen TV-Sendung „Müge Anli“ wandten - einer Fernsehproduktion, die nach ähnlichem Muster verläuft die „Aktenzeichens XY...ungelöst“. Eine Verwandte von Ali Kemal S. meldete sich daraufhin bei den Behörden und berichtete von dem Haus eines anderen Verwandte im Städtchen Gölcük. Obwohl S. das Gebäude ursprünglich renovieren wollte, habe er dort letztlich nur den Boden betoniert. An genau dieser Stelle stiegen die türkischen Ermittler schließlich auf das Plastikfass mit der Leiche. Die Tote wies neben der Schussverletzung auch Würgemale am Hals auf. Die Hände der Frau waren auf dem Rücken gefesselt. Die Obduktion der Rechtsmediziner brachte dann Gewissheit: Bei dem Opfer handelt es sich um die Vermisste aus Soltau.

Schnell geriet der Geliebte des Opfers in den Fokus der Ermittlungen. Der Mann aus Hannover verstrickte sich bei seinen Aussagen zunächst in Widersprüche, dann tauchte er unter. Das Amtsgericht im türkischen Yalova erließ einen Festnahmebefehl, den die Fahnder der Polizeidirektion jetzt ausführten.

Unklar ist, warum sich S. ausgerechnet in Detmold aufgehalten hat. „Über familiäre Verbindungen in die Stadt haben wir keine Kenntnisse“, sagt Tim Engel, Oberstaatsanwalt der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft in Hamm. Der 47-Jährige habe bei der Festnahme keinen Widerstand geleistet. Die Tatwaffe sei bislang noch nicht sichergestellt worden. Ali Kemal S. schweigt bislang zu den Vorwürfen, die gegen ihn erhoben werden. „Er hat sich bis jetzt nicht zum Sachverhalt eingelassen, sondern will sich erst mit seinem Rechtsbeistand beraten“, sagt Oberstaatsanwalt Engel.

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