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Der Norden Feuer in Forschungs-Tunnel war Fehlalarm
Nachrichten Der Norden Feuer in Forschungs-Tunnel war Fehlalarm
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11:49 26.04.2016
Blick in den Teilchenbeschleuniger-Tunnel des Röntgenlaser-Projekts European XFEL (Archivbild): Am Dienstagmorgen war ein Feuer im Tunnel gemeldet worden – es stellte sich als Fehlalarm heraus. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
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Hamburg

Es habe eine Funktionsstörung in der Hochdrucknebellöschanlage gegeben, sagten am Dienstag Sprecher der Feuerwehr und des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (Desy), zu dem European XFEL unter anderem gehört. Fünf Beschäftigte, die zu Beginn vermisst worden waren, hätten wie weitere neun Menschen ohne Hilfe den Tunnel verlassen können. Nach Angaben des Desy-Sprechers hatte die Anlage in einem Schaltschrank einen technischen Defekt. Rund 60 Feuerwehrleute waren zur Brandbekämpfung auf dem Desy-Gelände. Verletzt wurde niemand.

"Es gibt ein paar Pfützen im Tunnel", sagte ein Sprecher zu den Folgen des Fehlalarms. Wesentliche Auswirkungen auf die weiteren Arbeiten für den Röntgenlaser seien nicht zu erwarten. Es seien bereits mehr als 70 von 101 Beschleuniger-Modulen installiert worden, ergänzte der Desy-Sprecher. Das Projekt umfasst eine 3,4 Kilometer lange Tunnelanlage, in der nach Fertigstellung Ende diesen Jahres extrem kurze und intensive Röntgenblitze erzeugt werden sollen. Die Leuchtstärke der Blitze soll so hell sein, dass damit 3D-Aufnahmen auf atomarer Ebene möglich werden. Die Forscher in Hamburg werden künftig sehen können, wie Atome oder Moleküle sich verbinden.

Von den Baukosten in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro tragen der Bund, Hamburg und Schleswig-Holstein den Löwenanteil von knapp 60 Prozent. Zweitgrößter Geldgeber ist Russland mit 27 Prozent, der Rest verteilt sich auf andere internationale Partner. Die Hamburger Feuerwehr zog nach ihrem Einsatz die Bilanz, für einen Ernstfall bei Desy gut aufgestellt zu sein. "Die Alarmierungskette hat funktioniert. Wir konnten sie unter Realbedingungen überprüfen. Das war ordentlich und effektiv", resümierte der Sprecher. So waren die Kräfte mit speziellen Atemschutzgeräten ausgestattet worden.

dpa

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