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Der Norden Hannoversche Familie irrt stundenlang durch den Harz
Nachrichten Der Norden Hannoversche Familie irrt stundenlang durch den Harz
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00:15 20.01.2017
Schnee und Dunkelheit: Die Rettungskräfte (oben) kämpften sich zu Fuß voran, um die Wanderer in der Schutzhütte (kleines Bild) zu erreichen. Quelle: dpa
Hahnenklee

Es sollte ein schöner Ausflug im Schnee werden, doch der endete mit einer Rettungsaktion: Eine hannoversche Familie hat sich am Wochenende im Harz verlaufen und musste sich von der Feuerwehr aus unwegsamem Gelände retten lassen. Drei Stunden dauerte der Einsatz, denn die Wege waren so verschneit, dass die Helfer streckenweise nur zu Fuß vorankamen.
Die Familie war am Sonnabend von Hannover aus in den Harz gefahren, um in der Nähe des Bocksbergs bei Hahnenklee eine Wandertour zu unternehmen. Neben den Eltern waren deren dreijährige Tochter und ein Hund dabei. Doch in der tief von Schnee bedeckten Landschaft fanden die Wanderer den richtigen Weg nicht mehr und verloren die Orientierung. Durch teilweise hüfthohen Schnee musste die Familie stapfen. „Als wir sie fanden, hätte sie noch etwa acht Kilometer bis Hahnenklee vor sich gehabt“, sagt Volker Junge, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Goslar, zu der auch die Ortsfeuerwehr Hahnenklee gehört.

Glücklicherweise kam die Familie in der Dunkelheit an der Schutzhütte Windsattel vorbei. Dort alarmierte der Vater per Handy die Feuerwehr. Die Familie musste noch eine Dreiviertelstunde in der Hütte ausharren, bis Hilfe kam.
Einige Mitarbeiter der Bocksberg-Seilbahn versuchten, mit Pistenfahrzeugen zu den Wanderern zu kommen, mussten aber wegen der gewaltigen Schneemenge umkehren. Ein Schneemobil blieb am Ende sogar stecken und musste mithilfe der anderen Fahrzeuge geborgen werden. Drei Feuerwehrleute machten sich daraufhin zu Fuß mit einer Schleifkorbtrage und Decken auf den Weg zur Schutzhütte und holten die Familie ab.

Über eine andere Route konnten schließlich auch die Schneefahrzeuge die Hütte erreichen, sodass die entkräftete Familie und ihre Helfer den Rückweg nicht zu Fuß gehen mussten. Gegen 20 Uhr erreichten sie das Feuerwehrhaus in Hahnenklee. „Die Mutter und die Tochter wurden medizinisch untersucht. Sie waren psychisch am Ende, sonst fehlte ihnen aber nichts“, sagt Junge. Die Familie konnte am Abend noch zurück nach Hannover fahren.
Ortsbrandmeister Martin Wilgenbus berichtete später im sozialen Netzwerk Facebook von der Rettung und bekam viel Lob von Nutzern. Einige kritisierten jedoch auch den Leichtsinn der Familie. „Der Harz ist zwar sehr gut beschildert, und es gibt viele Wege, doch bei Schnee sind nicht alle zu sehen oder begehbar“, sagt Feuerwehrsprecher Junge. Wer eine Wandertour im Harz zu dieser Jahreszeit unternehmen will, sollte die Route so wählen, dass die Kraft auf jeden Fall ausreicht, um bei Dunkelheit zurück zu sein.  

Richtig wandern

Hendrik Heuer, Wanderwart des Hannoverschen Wander- und Gebirgsvereins, nimmt die Familie in Schutz. „Sich zu verlaufen, das kann auch Profis passieren.“ Denn manchmal gibt es auf Karten eingezeichnete Wege nicht mehr. Dennoch empfiehlt er, stets Kartenmaterial dabeizuhaben, am besten auch als App auf dem Handy. „Allerdings sollte man darauf achten, dass die Karten auch ohne Internetverbindung funktionieren.“ Zudem sollten Wanderer auch immer etwas zu trinken dabeihaben. „Essbares ist bei mehr als dreistündigen Wanderungen sinnvoll.“

Von Isabel Christian

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