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Noodles, Scout und Ioli kommen groß raus

Fotografin Elke Vogelsang Noodles, Scout und Ioli kommen groß raus

Die außergewöhnlichen Porträts ihrer drei Hunde haben Elke Vogelsang aus Hildesheim bis ins amerikanische Frühstücksfernsehen gebracht – dabei fotografiert sie in erster Linie Menschen. Nun erscheint ihr erster Bildband von ihren Tieren.

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„Meine Hunde haben mir geholfen, besser zu werden“: Elke Vogelsang fotografiert ihre Tiere Noodles, Scout und Ioli auf einzigartige Weise. Mit ihren Bildern ist die Hildesheimer Fotografin vor allem in den USA und in Großbritannien bekannt.

Quelle: Elke Vogelsang

Hildesheim. Als das amerikanische Fernsehen anrief, war Elke Vogelsang doch ein wenig überrascht. Zwar hatten bereits zahlreiche britische und amerikanische Medien angefragt, ob sie Bilder der Hildesheimer Fotografin zeigen dürften. Der Auftritt in „Good Morning America“, dem bekannten ABC-Morgenmagazin in den USA, aber brachte ihr allein Tausende neuer Fans für ihre Foto-Seite bei Facebook. „Mir war damals gar nicht bewusst, wie groß das ist“, sagt Vogelsang heute, fast ein Jahr später. Ihre außergewöhnlichen Porträts von Hunden haben sie vor allem in den USA und Großbritannien bekannt gemacht, verwurzelt bleibt sie aber in Hildesheim.

Elke Vogelsang mit ihren Hunden Noodles, Scout und Ioli.

Quelle: Dillenberg

Das Fotostudio in ihrem Haus in der Innenstadt ist nicht besonders groß. Vogelsang klingt fast ein wenig verlegen, wenn sie es zeigt. Dabei findet sich technisch alles, was ein Fotograf braucht – von wechselbaren Hintergründen bis zum Blitz. Die Ausrüstung aber ist nicht das Entscheidende. Das, was ihre Fotos unter dem Namen „Wieselblitz“ weltweit bekannt gemacht hat, bringt die Hildesheimerin selbst mit: Kreativität, Neugier, den Drang, besser zu werden, sich weiterzuentwickeln.

Fotografie war eigentlich ihr Hobby

Dabei ging und geht es der Hildesheimerin gar nicht darum, die Fotos ihrer drei Tierschutzhunde Noodles, Scout und Ioli bei internationalen Medien wie „Huffington Post“, „The Daily Telegraph“ und „The Daily Mail“ zu sehen. Im Gegenteil: Ihr ursprünglicher Beruf hatte rein gar nichts mit Fotografie zu tun. Die 43-Jährige arbeitete lange als Diplom-Fachübersetzerin. „Das ist sehr technisch und sehr sachlich“, sagt sie. 2005 musste ihr damaliger Arbeitgeber Insolvenz anmelden. Sie arbeitete freiberuflich weiter, verdiente zunächst weiter mit Übersetzungen ihren Lebensunterhalt. Fotografie war ein Hobby, Vogelsang brachte sich die Tricks und Kniffe selbst bei. „Meine Mutter ist total fotoverrückt, sie möchte alles festhalten und hat mich als Kind schon mit Kamera ausgestattet“, erzählt Vogelsang.

Katze?!

Quelle: Elke Vogelsang

Doch erst als die spanische Podenco-Mix-Hündin Noodles einzog, begann Vogelsang intensiver zu fotografieren. Als ihr Mann vor einigen Jahren krank wurde, entschloss sie sich, ein Fotoprojekt zu beginnen – als Ausgleich. Ein Foto pro Tag nahm sie auf, veröffentlichte es im Internet. „Das hat mir geholfen, besser zu werden“, sagt die Fotografin, die im Laufe der Zeit immer mehr Fotoanfragen bekam und schließlich ein Gewerbe anmeldete. „Dabei brauche ich sonst drei Leute die hinter mir stehen und sagen: Elke, trau dich!“

Erster Bildband erscheint

Mittlerweile kann sie von ihren Fotos gut leben. Kommenden Dienstag soll der erste Bildband der Hildesheimerin erscheinen. „Nice Nosing You“ wird das Buch heißen, mehr als 100 Fotos von Noodles, Scout und Ioli werden zu sehen sein. Herausgebracht wird es von einem britischen Verlag. In Deutschland, erzählt Vogelsang, werde die Tierfotografie von Fotografen teilweise belächelt.

Dabei ist die 43-Jährige gar nicht unbedingt auf Hunde spezialisiert. „Eigentlich fotografiere ich mehr Menschen“, sagt sie lachend. Die Porträts von Noodles, Scout und Ioli geben ihr nicht nur die Möglichkeit, Hobby und Beruf auf angenehme Weise zu verbinden, sondern haben auch die Netzgemeinde begeistert. Ein Selbstläufer ist ihr Erfolg dennoch nicht. „So ein Internetruhm ist natürlich auch ein bisschen Schall und Rauch. Das ist schnelllebig und laut, sieht zwar toll aus, aber man muss auch etwas draus machen, sonst läuft alles umsonst an dir vorbei.“    

Von Sabine Gurol 

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