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Bad sperrt Rutschen zeitweise für Männer

Nach mutmaßlicher Vergewaltigung Bad sperrt Rutschen zeitweise für Männer

In einem Freizeitbad in Norderstedt soll ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt worden sein. Die Stadt zieht daraus Konsequenzen: Sie will Rutschzeiten ausschließlich für Frauen und Kinder einführen. Männern sollen die Rutschen dann nicht benutzen dürfen.

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Attraktionen wie der Wildkwasserkanal im Freizeitbad Arriba sollen für Männer zeitweise gesperrt werden – zur Sicherheit von Frauen und Kindern.

Quelle: Lukas Schulze/dpa

Norderstedt. Das Freizeitbad Arriba in Norderstedt (Schleswig-Holstein) will getrennte Rutschzeiten für Männer, Frauen und Kinder testen. Das kündigte Stadtsprecher Bernd-Olaf Struppek auf Anfrage an. "Wir werden an der Wildwasserrutsche Zeiten einführen, zu denen nur Frauen oder nur Kinder rutschen dürfen." Männer werden die Rutsche währenddessen nicht benutzen dürfen. Dasselbe soll für andere Attraktionen des Freizeitbades wie den Wildwasserkanal gelten.

Mädchen soll an der Rutsche vergewaltigt worden sein

Bad und Stadt reagieren damit auf einen Vorfall am Sonntag: Ein Jugendlicher und ein Mann sollen gemeinsam ein 14 Jahre altes Mädchen vergewaltigt haben. Die beiden Tatverdächtigen wurden nach der Tat von Sicherheitsleuten festgehalten, wie das Freizeitbad auf seiner Internetseite mitteilte. Der 14-jährige Jugendliche und der 34-jährige Mann sitzen in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie.

Das Mädchen soll von ihnen an der Rutsche vergewaltigt worden sein. "Einen solch massiven Übergriff haben wir noch nicht gehabt", sagte Stadtsprecher Struppek. Das Sicherheitskonzept sei aber bereits nach einem Zwischenfall in einer Rutsche im Sommer 2014 verschärft worden. Damals sollen drei Mädchen sexuell belästigt worden sein.

"Frauen und Kinder sollen sich wohler fühlen"

"Wir stellen die Männer nicht unter Generalverdacht", sagte Struppek weiter. "Wir wollen einfach sehen, ob Frauen und Kinder dieses Angebot annehmen und sich dann wohler fühlen." Väter sollten trotzdem die Möglichkeit haben, mit ihren Kindern zu rutschen. Denkbar seien zum Beispiel zusätzlich zu den Zeiten für Frauen und Kinder auch solche für Familien.

Die neuen Rutschzeiten sind Teil eines neuen Sicherheitskonzeptes. Mindestens drei zusätzliche Sicherheitsleute sollen getarnt als Badegäste aufpassen, dass nichts passiert. "Sie werden schwimmen, rutschen und im Liegestuhl sitzen und können so das Geschehen direkt im Blick haben", sagte Struppek.

Piktogramme sollen Regeln erklären

Die Videoüberwachung werde ebenfalls ausgebaut. Unterwasserkameras seien wegen der Persönlichkeitsrechte der Badegäste nicht möglich. Außerdem wurden die mehrsprachigen Schilder, auf denen die Baderegeln in verschiedenen Sprachen stehen, um Piktogramme ergänzt.

Das Bad nördlich von Hamburg wird jährlich von rund 800.000 Menschen besucht.

wer/dpa

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