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Der Norden GPS-Sender vereiteln Holzdiebstähle
Nachrichten Der Norden GPS-Sender vereiteln Holzdiebstähle
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00:20 17.10.2015
Der sogenannte "Forst-Tracker" überwacht Brennholzstapel im Wald und alarmiert bei einem Diebstahl den Eigentümer.  Quelle: dpa
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Die Forst-Tracker genannten GPS-Geräte, die so groß sind wie eine Streichholzschachtel, werden nach dem Fällen und Zurechtschneiden des Baumstamms im Holz versteckt. Wird der im Wald gelagerte Baumstamm dann von Dieben bewegt, gibt es einen Alarm, außerdem kann die Position des Stammes verfolgt werden. „Die Diebstähle sind dadurch signifikant zurückgegangen“, sagt Stefan Fenner, Sprecher der Niedersächsischen Landesforsten, die ein Drittel der niedersächsischen Waldfläche verwalten. Die Landesforsten produzieren jedes Jahr knapp zwei Millionen Kubikmeter Holz.

Weil die Holzpreise seit Jahren steigen, wurde gleichzeitig auch der Diebstahl zum Problem. Die Holzräuber sind keine Gelegenheitstäter, sondern planen ihre Aktionen, weil sie die Stämme mit Lkw und Kränen abtransportieren müssen. Vor allem in verkehrsgünstig gelegenen Wäldern war Holz, das neben den Wegen gelagert wurde, zuletzt ein begehrtes Diebesgut. Erwischt wurden die Waldräuber fast nie, bis in mehreren Bundesländern die GPS-Geräte eingesetzt wurden. Durch die Forst-Tracker wurde in Hessen ein Spediteur ertappt, als er illegal abtransportiertes Holz verkaufen wollte.

Weiterhin vom Diebstahl bedroht sind Privatleute, die ihr Brennholz für den Kamin oder Ofen im Wald einkaufen. „Da stecken dann natürlich keine Forst­Tracker drin“, sagt Fenner. Gerade wenn das Holz schon passend zugeschnitten ist, sei es für Diebe besonders attraktiv. Fenners Tipp: „Gekauftes Holz sollte man so schnell wie möglich aus dem Wald abfahren, damit die Versuchung gar nicht erst entsteht.“

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