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Frühere Geliebte von Uwe K. widerruft Aussage

Mordprozess von Lauenau Frühere Geliebte von Uwe K. widerruft Aussage

Im Prozess um den Tod einer 42-Jährigen aus Lauenau hat die frühere Geliebte des Angeklagten Uwe K. ihre bisherige Aussage widerrufen. Die 43-jährige Hannoveranerin behauptet nun, mit eigenen Augen gesehen zu haben, wie der Mann seine Ehefrau niederschlug.

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Symbolbild

Quelle: dpa

Lauenau/Bückeburg . Im Prozess um den Tod einer 42-Jährigen aus Lauenau hat die frühere Geliebte des Angeklagten Uwe K. ihre bisherige Aussage widerrufen. Die 43-jährige Hannoveranerin behauptet nun, mit eigenen Augen gesehen zu haben, wie der Mann seine Ehefrau niederschlug. „Er hatte einen Balken und schlug ihr auf den Kopf“, sagte sie gestern vor dem Schwurgericht in Bückeburg. Das Opfer habe nur „Aua, Aua!“ geschrien. Daraufhin soll K. gesagt haben: „Stirb doch endlich.“
Oberstaatsanwalt Frank Hirt legt dem Angeklagten zur Last, dem Opfer am 27. Mai vergangenen Jahres mit Zaunlatten den Schädel zertrümmert zu haben. Anschließend soll er der noch lebenden Frau Müllsäcke über den Kopf gestülpt und zugezogen haben, bis die 42-Jährige erstickt sei. Hirt glaubt, dass der Handwerker mit seiner Geliebten ein neues Leben beginnen wollte.

In ihrer ersten Vernehmung hatte die Frau noch ausgesagt, sie habe K. zum Wohn- und Geschäftsgebäude nach Lauenau gebracht, sei dann aber auf einen Parkplatz in Bad Nenndorf gefahren, um dort auf eine Nachricht zu warten, wann er abgeholt werden wolle. Jetzt heißt es, K. habe sie mit ins Haus genommen. Die Tat will sie aus einem Versteck beobachtet haben. Angeblich wollte sie von der Ehefrau nicht gesehen werden.

Auf die Frage von Richter Norbert Kütemeyer, warum sie all das bisher nicht gesagt habe, antwortete die Zeugin: „Ich hatte Angst um meine Kinder.“ Außerdem soll K. ihr gedroht haben: „Du steckst da mit drin.“ Diesmal betrat sie den Saal in Begleitung eines Rechtsanwaltes, der im Zeugenstand ihre Hand hielt. „Ich schäme mich so sehr, dass ich nicht geholfen habe“, sagte die 43-Jährige, die in der Firma des Angeklagten mitgearbeitet haben soll. Über weite Strecken der Vernehmung weinte sie, zeitweise zitterte sie am ganzen Körper, trat gegen den Tisch oder riss sich an den Haaren. Schließlich brachte ein Rettungswagen die Zeugin ins Krankenhaus.

Damit belastet sich das einstige Liebespaar nun gegenseitig. Zum Prozessauftakt hatte Uwe K. seine frühere Geliebte beschuldigt, den Mord allein oder mit Komplizen begangen zu haben, „gegebenenfalls aus Eifersucht, Verletztheit oder Wut“, wie es in einer von Verteidiger Christoph Hessel verlesenen Erklärung hieß.

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Ein wegen des Mordes an seiner Ehefrau angeklagter Handwerksmeister hat seine Geliebte der Tat bezichtigt. Zum Auftakt des Indizienprozesses am Landgericht Bückeburg ließ der 45-Jährige am Montag von seinem Verteidiger erklären, er habe den ihm zur Last gelegten Mord nicht begangen.

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