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Der Norden Gemeinde entscheidet gegen Sexclub
Nachrichten Der Norden Gemeinde entscheidet gegen Sexclub
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00:15 23.10.2016
Von Gabriele Schulte
Mit Plakaten wie diesen haben sich die Einwohner von Esterholz gegen den Erotik-Treff gewehrt. Quelle: privat
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Esterholz

„Das passt da nicht hin“, sagte der stellvertretende Gemeindedirektor Alexander Kahlert am Mittwoch der HAZ. Der Verwaltungsausschuss sei mehrheitlich zum Ergebnis gekommen, dass es sich bei dem beantragten „Vereinsheim“ um eine Vergnügungsstätte handele. Deren Betrieb würde die 70 Dorfbewohner unzumutbar beeinträchtigen. Etliche Esterholzer hatten gegen das Vorhaben protestiert und im Dorf Plakate mit Aufschriften wie „Verhindert den Swingerclub“ aufgehängt.

Wie berichtet will eine Hamburger Gruppe namens „Kreativwerkstatt Eulenspiegel“ den Betrieb eines Erotiktreffs aus Harburg mit abendlich mehr als 100 Gästen in den Kreis Uelzen verlegen. „Kreativwerkstatt“-Chef Klaus-Dieter Thuß-Könecke kaufte einen ehemaligen Bauernhof, in zwei zusammen 1000 Quadratmeter großen Scheunen will er „Spielwiesen“ nicht zuletzt für sexuelle Begegnungen einrichten. In den Scheunen sollten seinen Angaben zufolge an den Wochenenden noch größere Partys als bisher unter Mottos wie „Fantasie trifft Sünde“ oder „Saustall“ mit Besuchern aus dem In- und Ausland stattfinden. Die Gäste könnten in Wohnmobilen auf einem Parkplatz übernachten, den der Betreiber gern auf einer angrenzenden früheren Pferdewiese bauen würde. Auch diesem Plan versagte die Gemeinde nun das Einvernehmen.

Kein Vereinsheim "im herkömmlichen Sinne"

Anwohner fürchten um den Ruf ihres Dorfes, sorgen sich aber auch wegen zu erwartender Lärmbelästigung, unter anderem durch die An- und Abfahrt der Autos und Wohnmobile. Die Gemeinde meinte zunächst, es könnte rechtlich schwer sein, den Umbau der Scheunen zu einem Vereinsheim zu verhindern. Nicht zuletzt „aufgrund des Berichtes in der HAZ“ sei die Sache dann aber neu bewertet worden, sagte Kahlert, der auch Bauamtsleiter der Samtgemeinde in Wrestedt ist. Man habe sich die Internetseiten des Betreibers angesehen und erkannt, dass es sich keinesfalls um ein Vereinsheim im herkömmlichen Sinne handeln würde, sondern um eine Vergnügungsstätte.

Anwohnerin Anna Maria Baucke äußerte sich am Mittwoch erfreut über die Entscheidung. „Für uns ist das ein erster Schritt in die richtige Richtung“, sagte sie. Thuß-Könecke, der Antragsteller, wollte sich nicht zu seinem weiteren Vorgehen äußern. Bei der Gemeinde hieß es, man rechne mit einem Prozess vor dem Verwaltungsgericht.

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