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Rundt will "Hin-und-Her-Gehetze" der Pfleger beenden

Mehr Budget für das Pflegestellenprogramm Rundt will "Hin-und-Her-Gehetze" der Pfleger beenden

Die Zahl der Pflegekräfte in niedersächsischen Krankenhäusern ist zwischen 1991 und 2013 um fast sieben Prozent zurückgegangen. Angesichts der Entwicklung kündigte Niedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) an, sich im Bundesrat für eine Verdoppelung des Budgets für das Pflegestellenprogramm einzusetzen.

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Quelle: Symbolbild

Hannover. Die Zahl der Pflegekräfte in den Kliniken in Bremen und Niedersachsen geht immer weiter zurück. Zwischen 1991 und 2013 sank sie in Niedersachsen um 2000 Stellen auf 26 800. Das entspricht einem Minus von fast 7 Prozent. In Bremen waren es 2013 noch rund 3500 Stellen und damit 12,5 Prozent weniger als noch 1991. Das geht aus einer Statistik der Deutschen Stiftung Patientenschutz hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zeitgleich stieg in beiden Bundesländern aber die Zahl der Stellen für Ärzte massiv: In Niedersachsen um 57 Prozent von 7700 auf 12 100, in Bremen um 33,33 Prozent von 1200 auf 1600.

In den vergangenen 20 Jahren habe sich die Verweildauer in den Krankenhäusern halbiert, berichtete der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch. Gleichzeitig sei die Zahl der alten und pflegebedürftigen Menschen auf den Stationen gestiegen, die mehr Betreuung brauchen. „Das bedeutet: Die Akutpflege ist auf Krisenmanagement beschränkt. Deshalb ist und bleibt Pflege in den Krankenhäusern hoffnungslos überfordert, wenn sich nichts ändert.“ Um die Entwicklung zu stoppen, forderte Brysch einen deutschlandweit verbindlichen Personalschlüssel.

Rundt fordert mehr Pflegekräfte

„In den Krankenhäusern müssen künftig mehr Pflegefachkräfte eingesetzt werden, damit das Hin-und-Her-Gehetze der Beschäftigten ein Ende hat“, sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD). Nicht selten würden Mitarbeiter an ihren freien Tagen einbestellt, weil auf den Stationen krankheitsbedingt Land unter sei. Darunter würden sowohl die Patienten als auch die Pflegekräfte gleichermaßen leiden.

Mit den Zahlen liegen Bremen und Niedersachsen im bundesweiten Trend. In ganz Deutschland sank die Zahl der Pflegekräfte im besagten Zeitraum um 3 Prozent auf 316.300, die Zahl der Ärztestellen kletterte um 54,31 Prozent auf 146.900. Nur in Bayern, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und Hessen ging die Zahl der Pflegekräfte in den untersuchten Jahren nicht zurück.

Verdopplung des Budgets für Pflegekräfte

Angesichts der Entwicklung kündigte Rundt an, sich im Bundesrat für eine Verdoppelung des Budgets für das Pflegestellenprogramm einsetzen zu wollen. Bislang sieht der von der Bundesregierung eingebrachte Entwurf für ein Krankenhausstrukturgesetz bundesweit zusätzliche 660 Millionen Euro für die Beschäftigung von Pflegekräften vor. Das sei zwar ein erster Erfolg, „allerdings reicht dieser Betrag noch nicht aus“, betonte Rundt.

Zugleich warnte die Ministerin mit Blick auf die Zahlen davor, Ärzte und Pflegekräfte gegeneinander auszuspielen. „Der Anstieg der Ärztezahl erklärt sich insbesondere auch durch die hohen medizinischen Standards, die wir den Patienten inzwischen anbieten können.“

dpa

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