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Linksextreme Anschlagsserie auf Kik-Filialen?

Staatsschutz ermittelt Linksextreme Anschlagsserie auf Kik-Filialen?

Nach einem Großbrand in einem Einkaufszentrum in Dannenberg prüft die Polizei, ob es sich um einen Anschlag gehandelt hat. Bei dem Feuer wurde auch eine Filiale des Bekleidungsdiscounters Kik zerstört. Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen.

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Das Einkaufszentrum in Dannenberg ist vollständig niedergebrannt.

Quelle: dpa

Dannenberg. In der Nacht zu Freitag hat ein Großbrand in Dannenberg sieben Geschäfte zerstört, darunter auch auch eine Filiale des Bekleidungsdiscounters Kik. In derselben Nacht verwüsteten Unbekannte außerdem im 20 Kilometer entfernten Nachbarort Lüchow ebenfalls eine Kik-Filiale und die dortige Arbeitsagentur für Arbeit. Beide Discounter-Filialen waren großflächig mit blauer Farbe beschmiert, wie die Polizei auf Nachfrage bestätigte. Bereits im April hatte es Plakataktionen von linksextremer Seite gegeben, zu denen in Internetforen aufgerufen wurde. Polizei und Staatsschutz ermitteln nun, ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt – und ob ein gezielter Anschlag zu dem Feuer geführt hat.

In der Nacht zum 13. Mai musste die Feuerwehr zu einem großen Brand in einem Einkaufszentrum in Dannenberg ausrücken. Der Schaden geht nach ersten Schätzungen in die Millionenhöhe.

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Der Brand in Dannenberg breitete sich gegen 0 Uhr in dem Gebäudekomplex aus. Dabei gingen neben dem Kik-Discounter auch ein Supermarkt, ein Getränkemarkt, eine Bäckerei, ein Asia-Imbiss, ein Schuhgeschäft sowie ein Einrichtungs- und Bettenlager in Flammen auf. Der Schaden liegt in Millionenhöhe. Mehr als 200 Feuerwehrmänner und Polizisten waren im Einsatz und konnten das Feuer bis zum Morgen löschen. Sie verhinderten, dass die Flammen auf einen weiteren Einkaufsmarkt und ein angrenzendes Hotel übergriffen.

Noch in der Nacht nahm die Polizei einen Mann in Gewahrsam, der mit seinem Handy Videos von dem Brand gemacht und damit die Feuerwehr bei ihren Löscharbeiten gestört hatte. Die Polizei hatte aber keine Hinweise darauf, dass er der Urheber der möglichen Brandstiftung gewesen sein könnte. Der Mann kam wieder auf freien Fuß.

Wiederholt Aktionen gegen Kik-Filialen

In Lüchow warfen in derselben Nacht Unbekannte mit Steinen die Scheiben einer Kik-Filiale ein und versprühten ebenfalls blaue Farbe. Dort brannte es zwar nicht, aber es wurden „angebrachte“ Gegenstände gefunden, „mit denen ein größeres Feuer hätte verursacht werden können“, wie Kai Richter, Sprecher der Polizeiinspektion Lüneburg, mitteilte. Der Sachschaden beläuft sich in Lüchow auf mehrere Tausend Euro. Bereits im April wurden ebenfalls bei einer nächtlichen Aktion Plakate linksextremen Inhalts an beiden Kik-Filialen angebracht, bestätigte Richter. Einen direkten Bezug zu den jetzigen Bränden gebe es jedoch nicht, meinte er.

In linksextremen Internetforen gab es bereits im Februar unter der Schlagzeile „Kapitalismus ist Krieg“ Aufrufe gegen die Ausbeutung globaler Textilwirtschaft. Symbolhaft ist das in Flammen stehende Logo des Textildiscounter Kik zu sehen, dessen Buchstaben wie zerbrochenes Glas stilisiert sind.

Bekennerbriefe zu den beiden Bränden habe es jedoch nicht gegeben, so Richter. „Derzeit können wir weder Brandstiftung noch einen Unfall als Ursache bestätigen“, sagt er.

Von Katharina Derlin

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