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Der Norden Göttingen denkt über Böllerverbot nach
Nachrichten Der Norden Göttingen denkt über Böllerverbot nach
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00:19 31.12.2015
Quelle: Symbolbild
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Göttingen

Bisher gilt: In der Stadt Göttingen darf im Umkreis von 200 Metern von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Fachwerkhäusern kein Feuerwerk abgebrannt werden. „Für Produkte, die mit der Hand geworfen werden, reicht ein Abstand von 25 bis 30 Metern“, erklärt Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Das bedeutet, dass Raketen oder Böller-Batterien im Innenstadtbereich, also innerhalb der Wallanlagen, ohnehin nicht gezündet werden dürfen. Nun steht aber ein generelles Böller-Verbot im Raum.

In der Vergangenheit habe die Verwaltung immer wieder auf den verantwortungsvollen Umgang mit Silvesterfeuerwerk hingewiesen, sagt Johannson. Daran hätten sich die Menschen auch meist gehalten, weswegen man das Feuerwerk in der Innenstadt zumindest geduldet habe. Bei den Vorfällen am Alten Rathaus in der vergangenen Silvesternacht seien aber eindeutig Grenzen überschritten worden. Die Stadt werde es nicht mehr hinnehmen, „dass zum Beispiel Feuerwehrbeamte im Einsatz in gefährliche Situationen kommen, weil grob fahrlässig mit Silvesterfeuerwerk am Markt umgegangen wird. Wiederholen sich Vorkommnisse wie 2014, wird das Anlass für ein völliges Böller-Verbot in der Innenstadt sein“, so Johannson.

Eine solche Regelung, wie es sie wegen Brandgefahr in Northeim, Hann. Münden und Duderstadt gibt, müsste zuvor vom Göttinger Rat beschlossen werden. Dies dürfte schwer durchzusetzen sein. Verwaltung und Polizei hatten schon im vergangenen Jahr eingeräumt, dass sie aus personellen Gründen kaum kontrollieren könnten. Die Polizeiinspektion Göttingen habe aber signalisiert, dass sie bei einem generellen Böllerverbot im nächsten Jahr die Verwaltung nach Kräften unterstützen werde, sagt Johannson.

Zum Schutz vor Vandalismusschäden und Böller-Attacken nimmt die Stadt zudem ihre Parkscheinautomaten zum Jahreswechsel außer Betrieb. Die ersten Automaten wurden gestern gesperrt. Gebührenpflichtig wird das Parken erst wieder ab Montag, 4. Januar sein.

Von Andreas Fuhrmann

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