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Der Norden Göttinger Mediziner bleibt straffrei
Nachrichten Der Norden Göttinger Mediziner bleibt straffrei
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21:43 08.09.2017
Quelle: Archiv
Göttingen/Regensburg

Der frühere Leiter der Transplantations­chirurgie am Göttinger Universitätsklinikum bleibt endgültig straffrei. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Regensburg mitteilte, ist das dort anhängige Verfahren gegen den Mediziner eingestellt worden. Der Chirurg hatte vor seinem Wechsel nach Göttingen bis 2008 an der Universitätsklinik Regensburg gearbeitet und soll dort wie später in Göttingen durch falsche Angaben dafür gesorgt haben, dass eigene Patienten bei der Vergabe von Spenderorganen bevorzugt wurden.

Die Vorwürfe waren während der Untersuchungen des Göttinger Transplantationsskandals aufgekommen. Daraufhin hatte die Staatsanwaltschaft Regensburg Ermittlungen eingeleitet. Die insgesamt 43 Verdachtsfälle dort seien ähnlich gelagert gewesen wie die Fälle in Göttingen, sagte der Sprecher.

Im Göttinger Verfahren bestätigte der Bundesgerichtshof (BGH) letztlich einen Freispruch des Göttinger Landgerichts. Zwar habe der Mediziner gegen Richtlinien zur Transplantationsmedizin verstoßen, dies sei aber nicht strafbar. Der Mediziner habe darauf vertrauen können, dass Patienten, die durch seine Manipulationen auf der Warteliste nach hinten rutschten, weiter eine Chance auf ein Organ gehabt hätten. Aus den gleichen Gründen stellte auch die Staatsanwaltschaft in Regensburg das Verfahren ein.

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