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Grund für Flugzeugkollision weiter unklar

Drei Tote bei Absturz Grund für Flugzeugkollision weiter unklar

Zwei Kleinflugzeuge kollidieren in der Luft: Wie kann so etwas trotz modernster Überwachungstechnik passieren? Bei dem Unfall in der Nähe von Cuxhaven stürzt eine der beiden Maschinen ab, drei Menschen sterben. Nun suchen Experten nach der Ursache für den Unfall.

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Ermittler der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung aus Braunschweig nahmen noch am Samstag die Untersuchungen an der Unglücksstelle auf.

Quelle: dpa

Cuxhaven. Beim Zusammenstoß von zwei Kleinflugzeugen in der Nähe von Cuxhaven sind drei Männer ums Leben gekommen. Warum die beiden Maschinen am Samstag in der Luft kollidierten, war zunächst  noch völlig unklar. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler sollen die Piloten beider Flugzeuge zwar noch versucht haben, einander auszuweichen. Dies gelang aber offensichtlich nicht.
Eines der beiden Flugzeuge, eine Piper PA-28, konnte danach noch auf dem Flugplatz Bremerhaven-Luneort notlanden. Der 40 Jahre alte Pilot blieb unverletzt.

Bei der zweiten Maschine, einer Cessna 172, riss nach Angaben der Polizei Cuxhaven das Leitwerk ab. Das Flugzeug stürzte in Sandstedt in der Gemeinde Hagen auf eine Kuhweide. Dabei wurden drei Männer aus Nordrhein-Westfalen im Alter von 55 bis 60 Jahren tödlich verletzt.

Die drei waren am Samstagvormittag mit ihrer Maschine von einem Sportflughafen in Lüdinghausen im Münsterland gestartet. Freunde und Bekannte reagierten dort geschockt. „Alle drei waren erfahrene Piloten“, teilte der Vorstand des Luftsport-Vereins Borkenberge auf seiner Homepage im Internet mit. „Borkenberge trauert um drei liebgewonnene Fliegerkameraden. Unsere Gedanken sind bei den Familien und Freunden unserer Kameraden.“

Ermittler der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung aus Braunschweig nahmen noch am Samstag die Untersuchungen an der Unglücksstelle auf. Der Sprecher der Behörde, Germout Freitag, sagte, es werde nun alles untersucht, etwa welche Sichtverhältnisse zum Unglückszeitpunkt geherrscht hätten. Auch der Zustand der Maschinen und mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen der Piloten würden unter die Lupe genommen.

Der Crash ist der fünfte tödliche Flugzeugunfall in diesem Jahr in Niedersachsen. Am Karfreitag war der Pilot eines Kleinflugzeuges in Südniedersachsen tödlich verunglückt. Im April starb beim Absturz eines Kleinflugzeuges an der A28 bei Hatten der Bürgermeister der Gemeinde Kirchseelte im Kreis Oldenburg. Anfang Mai kam ein 67-Jähriger beim Absturz eines Segelfliegers in Bad Münder ums Leben. Nur wenige Taqe später starben in Melle bei Osnabrück zwei Männer, als ihr Ultraleichtflugzeug auf ein Gartenhaus auf einem Privatgrundstück inmitten von Feldern stürzte.

Bei dem Unfall am Samstag im Kreis Cuxhaven waren nach Angaben der Polizei rund 80 Feuerleute und Rettungssanitäter im Einsatz. Wie die „Nordsee-Zeitung“ berichtet, soll ein Verkehrsteilnehmer die mehrere Hundert Meter von der Straße entfernte Unfallstelle als erster entdeckt und die Einsatzkräfte alarmiert haben. Ein Rettungshubschrauber aus Bremen sei nach wenigen Minuten an der Unfallstelle gewesen, die Notärztin habe aber nur noch den Tod der drei Männer feststellen können.

dpa

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