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Der Norden Grundschule verlegt Einschulung wegen Neonazis
Nachrichten Der Norden Grundschule verlegt Einschulung wegen Neonazis
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10:22 01.08.2016
Die Einschulung findet nun am Sonntag und nicht am Sonnabend statt. Quelle: dpa
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Zwar haben die Rechtsextremisten ihren für den 6. August angemeldeten Aufmarsch, der direkt an der Grundschule vorbeiführt hätte, inzwischen abgesagt. Rektor Torsten Rolke will aber trotzdem an dem neuen Termin festhalten: "Wir bleiben auf der sicheren Seite."

Für die Abweichung vom landesweit verbindlichen Einschulungstermin erhielt die Schule vom Kultusministerium eine Ausnahmegenehmigung. Eltern hätten inzwischen schon Gaststätten für den Sonntag angemietet, ihren Sommerurlaub nach dem neuen Termin ausgerichtet und Verwandte von außerhalb für den Sonntag eingeladen, erläuterte Rolke: "Es ist zu kurzfristig, um zu sagen, das ändern wir jetzt noch." Wegen der Terminkollision hat auch die evangelische Kirche ihren ökumenischen Einschulungsgottesdienst auf den Sonntag verlegt.

Seit 2006 sind die Rechtsextremisten bisher stets am ersten Sonnabend im August mit einem "Trauermarsch" zum Bad Nenndorfer Wincklerbad gezogen. Dort befand sich bis 1947 ein britisches Verhörzentrum und Militärgefängnis für Nationalsozialisten. Zuletzt beteiligten sich rund 200 Neonazis. Zugleich kommt es jedes Jahr zu Gegenprotesten - im vergangenen Jahr demonstrierten rund 700 Menschen gegen den Aufmarsch. Rolke sagte, es sei für ihn nicht vorstellbar gewesen, mitten in einem solchen Getümmel 66 Erstklässler einzuschulen. "Das kann ich den Kindern nicht erklären". Im nächsten Jahr kollidiert der Demonstrationstermin erneut mit der Einschulung, deshalb gilt die Ausnahmegenehmigung für 2017 gleich mit. Die Rechtsextremisten haben ihre Märsche noch bis 2030 angemeldet. In diesem Jahr soll es auf jeden Fall am 6. August wieder eine große Demonstration gegen Rechts geben - unabhängig davon, ob nun die Neonazis in die Kurstadt kommen oder nicht.

epd

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