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Der Norden Einbrecher starb durch Schuss in die Brust
Nachrichten Der Norden Einbrecher starb durch Schuss in die Brust
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11:46 25.06.2015
In Hamburg hat ein Hausbesitzer einen mutmaßlichen Einbrecher erschossen. Quelle: dpa
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Hamburg

Die Täter traten nach Angaben der Polizei die einen Spalt weit geöffnete, aber noch mit einem Riegel gesicherte Tür ein. Der 63 Jahre alte Hausbesitzer griff zur Pistole und schoss auf den 25-Jährigen. Die Einbrecher flüchteten, der Verletzte brach auf der Straße zusammen und starb. Sein Komplize wird von der Polizei gesucht.

Ein ähnlicher Fall hatte sich erst vor rund zwei Wochen in Hannover ereignet. Dort feuerte ein 40 Jahre alter Werkstattbesitzer auf einen mutmaßlichen Einbrecher, der versucht haben soll, sich mit zwei Komplizen Zutritt zu verschaffen. Einer der drei Männer soll nach Angaben der Polizei bewaffnet gewesen sein. Der 18-Jährige erlag wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Hausbesitzer Bassam A. befindet sich noch immer in Untersuchungshaft.

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Ein Einbruchsversuch hat einen 18-Jähriger in Hannover-Anderten mit dem Leben bezahlt.

Chronologie: Tödliche Schüsse gegen Einbrecher

Schon mehrmals haben mutmaßliche Einbrecher und Räuber ihre Taten mit dem Leben bezahlt.

  • Juni 2015: Ein Werkstattbesitzer greift zur Waffe und schießt, als mehrere Männer auf sein Gelände in Hannover eindringen. Ein 18- Jähriger stirbt an seinen Verletzungen. Ein mutmaßlicher Einbrecher soll bewaffnet gewesen sein. Der Schütze beruft sich auf Notwehr, ein Gericht erlässt jedoch Haftbefehl wegen Verdachts auf Totschlag.
  • Dezember 2014: Bei einem Überfall auf ein Juweliergeschäft in Moers (Nordrhein-Westfalen) erschießt der Geschäftsinhaber einen von zwei mutmaßlichen Tätern. Der andere Verdächtige flieht ohne Beute. Später fahndet die Polizei nach einem dritten Verdächtigen.
  • Dezember 2010: Mehrere Männer überfallen einen Rentner in seinem Haus in Sittensen (Niedersachsen). Das Opfer schießt auf die Flüchtenden, ein 16-Jähriger stirbt. 2014 verurteilt ein Gericht den Rentner zu einer Bewährungsstrafe wegen Totschlags in einem minder schweren Fall. Staatsanwaltschaft und Verteidigung legten Revision ein.
  • August 2008: Ein Hobby-Jäger erschießt in einer Gartenkolonie in Frankfurt am Main einen mutmaßlichen Einbrecher. Der Schütze wird 2011 wegen fahrlässiger Tötung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Der mutmaßliche Einbrecher war den Angaben zufolge aus einer Laube gesprungen und hatte dem Jäger ins Gesicht getreten. Aus dessen Revolver löste sich dabei der Schuss.

dpa/sag

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