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Der Norden Harzwasserwerke wollen mehr Wasser abzapfen
Nachrichten Der Norden Harzwasserwerke wollen mehr Wasser abzapfen
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08:53 05.08.2016
Die Talsperren im niedersächsischen Teil des Harzes – hier die Granetalsperr – sollen künftig mehr Trinkwasser liefern können als bisher. Quelle: dpa
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Goslar

Die Talsperren im niedersächsischen Teil des Harzes sollen künftig mehr Trinkwasser liefern können als bisher. Die Harzwasserwerke haben deshalb nach Angaben eines Sprechers die Genehmigung für eine Entnahme von bis zu 50 Millionen Kubikmetern pro Jahr beantragt. Derzeit dürfen sie dem Talsperren-Verbundsystem im Nordharz maximal 46 Millionen Kubikmeter entnehmen. Die Talsperrenbetreibe Sachsen-Anhalt dürfen aus drei Trinkwassersperren im Ostharz bis zu 60 Millionen Kubikmeter entnehmen. Bei einem aktuellen Jahresverbrauch von rund 46 Millionen Kubikmetern sei derzeit keine Änderung der Bewilligung erforderlich, sagte ein Sprecher. Die Reserve sei groß genug.

Die Harzwasserwerke mit Hauptsitz in Hildesheim beliefern derzeit in Niedersachsen und Bremen rund 80 kommunale Wasserversorgungs-Unternehmen. Trinkwasser aus dem Harz nutzen etwa zwei Millionen Menschen, unter anderem in Hannover, Bremen, Braunschweig, Hildesheim und Göttingen. Mit weiteren Kommunen werde derzeit verhandelt, sagte der Sprecher.

Das Wasser stammt aus der Grane- und der Okertalsperre sowie aus dem Innerste-Stausee, die untereinander durch Stollen beziehungsweise Pumpleitungen verbunden sind. Die drei Stauseen haben zusammen ein Fassungsvermögen von rund 122 Millionen Kubikmetern.

Die aktuelle wasserrechtliche Bewilligung zur Nutzung der Talsperren läuft Ende kommenden Jahres aus. Die Harzwasserwerke haben deshalb beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz (NLWKN) eine Neubewilligung beantragt, die dann bis Ende 2048 gelten soll.

Zuletzt haben die Harzwasserwerke aus den Talsperren jährlich gut 38 Millionen Kubikmeter Wasser entnommen und an ihre Kunden verteilt. Dass für die Zukunft die maximale Entnahme von 50 Millionen Kubikmetern beantragt sei, bedeute nicht zwangsläufig, dass diese Menge Wasser auch entnommen werde, sagte der zuständige Abteilungsleiter Maik Uhlen. In der beantragten Gesamtmenge seien ein allgemeiner Sicherheitszuschlag, ein Zuschlag für Trockenjahre mit erhöhtem Wasserbedarf sowie der Eigenbedarf zur Reinigung der Trinkwasseranlagen enthalten. Dafür benötigen die Harzwasserwerke jährlich rund 2,7 Millionen Kubikmeter.

Im Ostharz wird Trinkwasser aus drei Stauseen entnommen: Der Rappbodetalsperre, der Zillierbachtalsperre und dem Teufelsteich. Damit werden zahlreiche Versorgungsbetriebe in Sachsen-Anhalt beliefert, die ihrerseits zusammen bis zu 1,5 Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgen. Wegen der guten Qualität des Harzwassers könnten bald weitere Kunden hinzukommen, sagte ein Sprecher der Talsperrenbetriebe.

dpa

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