Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Wangerooge braucht tonnenweise Sand

Hauptstrand weggespült Wangerooge braucht tonnenweise Sand

Feriengäste auf den ostfriesischen Inseln finden im Urlaub Erholung an den Stränden. Doch jedes Jahr nagen Winterstürme und Sturmfluten an den Badeabschnitten. Diesmal hat es Wangerooge hart getroffen. Dort wird nun nach einer günstigen Lösung für die Reparatur gesucht.

Voriger Artikel
LKA konnte Salafisten nicht stoppen
Nächster Artikel
Slogan "Niedersachsen. Klar" fällt durch

Da fehlt was: Vom Hauptstrand auf Wangerooge haben Winterstürme und Sturmfluten viel Sand weggespült.

Quelle: dpa

Wangerooge. Winterstürme und Sturmfluten haben in den vergangenen Monaten wieder an den ostfriesischen Inseln genagt. Besonders schlimm hat es zum Jahreswechsel den Hauptstrand der Insel Wangerooge erwischt: Dort gingen rund 90.000 Kubikmeter Sand verloren, vor der Promenade entstanden große Löcher. Die Reparaturkosten sind hoch, eine günstige Lösung ist nicht in Sicht.

Rund 400.000 Euro soll es diesmal kosten, tonnenweise Sand an die schadhaften Stellen zu karren. "Zuviel Geld für die Insel, die völlig vom Tourismus abhängig ist", sagt Bürgermeister Dirk Lindner (parteilos) auf Wangerooge. Dort leben die gut 1000 Einwohner von den jährlich rund 500.000 Übernachtungsgästen und Tagesbesuchern.

Bislang konnte sich Wangerooge für Reparaturen aus einer großen Sandentnahmestelle im Osten der Insel bedienen. Doch diese Quelle versiegt langsam, denn das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven braucht diesen Sand selbst für Reparaturarbeiten an eigenen Bauwerken und Schutzdämmen. Rund 30.000 Kubikmeter darf die Insel in diesem Jahr aus dem Depot abfahren, das 2018 gänzlich verschlossen bleibt.

Sandverlagerung ist Dauerproblem

Behördenvertreter wollten am Donnerstag eigentlich nach Ersatzlösungen im Inselosten suchen. Doch das Treffen musste ausfallen, weil einige Teilnehmer wegen Nebels nicht vom Festland zur Insel fliegen konnten.

Sand- und Schlickverlagerungen sind ein Dauerproblem an der Küste und an den Flussmündungen von Ems bis Elbe. Mal verlagern sich im Wattenbereich Sand und Schlick, so dass Fähren steckenbleiben oder aufwendig neue Routen ausgebaggert werden müssen. In anderen Fällen driften bei Sturm große Sandmengen an den Inseln entlang von West nach Ost.

Sturmfluten beschädigen zudem die schützenden Dünen. "Das betrifft alle Inseln, nicht nur Wangerooge", sagte Achim Stolz vom Landesbetrieb NLWKN. Eine Vorhersage sei selbst für Fachleute kaum möglich: Die Dynamik verläuft unregelmäßig und hängt in jedem Jahr stark von Windrichtungen und Strömungen ab.

lni

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Der Norden
So schön ist Niedersachsen aus der Luft

Von Harz über Heide bis zur Nordsee: Die schönsten Luftaufnahmen von Niedersachsen.

Niedersachsen in Zahlen
  • Landeshauptstadt : Hannover
  • Ministerpräsident: Stephan Weil
  • Fläche : 47.634,90 km²
  • Einwohner : 7,791 Mio
  • Bevölkerungsdichte : 135 Einwohner je km²
  • Letzte Landtagswahl : 15. Oktober 2017
  • Wirtschaft : Firmendatenbank
  • Geographie : Niedersachsen hat im Norden eine natürliche Begrenzung durch die Nordsee, die Unterelbe sowie den unteren Mittellauf der Elbe. Als Enklave vom Landesgebiet umgeben ist das Land Bremen.
  • Berühmte Niedersachsen : Gerhard Schröder, Diane Kruger, Lena Meyer-Landrut, Sigmar Gabriel, Christian Wulff, Otto Waalkes, Mousse T., Klaus Meine
Uni Hildesheim nach dem Hochwasser

Ende Juli wurden Teile von Hildesheim vom Hochwasser überflutet. Besonders schlimm traf es den Kulturcampus der Universität Hildesheim. So sieht es dort drei Monate später aus.