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Der Norden Wangerooge braucht tonnenweise Sand
Nachrichten Der Norden Wangerooge braucht tonnenweise Sand
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16:36 09.03.2017
Da fehlt was: Vom Hauptstrand auf Wangerooge haben Winterstürme und Sturmfluten viel Sand weggespült. Quelle: dpa
Wangerooge

Winterstürme und Sturmfluten haben in den vergangenen Monaten wieder an den ostfriesischen Inseln genagt. Besonders schlimm hat es zum Jahreswechsel den Hauptstrand der Insel Wangerooge erwischt: Dort gingen rund 90.000 Kubikmeter Sand verloren, vor der Promenade entstanden große Löcher. Die Reparaturkosten sind hoch, eine günstige Lösung ist nicht in Sicht.

Rund 400.000 Euro soll es diesmal kosten, tonnenweise Sand an die schadhaften Stellen zu karren. "Zuviel Geld für die Insel, die völlig vom Tourismus abhängig ist", sagt Bürgermeister Dirk Lindner (parteilos) auf Wangerooge. Dort leben die gut 1000 Einwohner von den jährlich rund 500.000 Übernachtungsgästen und Tagesbesuchern.

Bislang konnte sich Wangerooge für Reparaturen aus einer großen Sandentnahmestelle im Osten der Insel bedienen. Doch diese Quelle versiegt langsam, denn das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven braucht diesen Sand selbst für Reparaturarbeiten an eigenen Bauwerken und Schutzdämmen. Rund 30.000 Kubikmeter darf die Insel in diesem Jahr aus dem Depot abfahren, das 2018 gänzlich verschlossen bleibt.

Sandverlagerung ist Dauerproblem

Behördenvertreter wollten am Donnerstag eigentlich nach Ersatzlösungen im Inselosten suchen. Doch das Treffen musste ausfallen, weil einige Teilnehmer wegen Nebels nicht vom Festland zur Insel fliegen konnten.

Sand- und Schlickverlagerungen sind ein Dauerproblem an der Küste und an den Flussmündungen von Ems bis Elbe. Mal verlagern sich im Wattenbereich Sand und Schlick, so dass Fähren steckenbleiben oder aufwendig neue Routen ausgebaggert werden müssen. In anderen Fällen driften bei Sturm große Sandmengen an den Inseln entlang von West nach Ost.

Sturmfluten beschädigen zudem die schützenden Dünen. "Das betrifft alle Inseln, nicht nur Wangerooge", sagte Achim Stolz vom Landesbetrieb NLWKN. Eine Vorhersage sei selbst für Fachleute kaum möglich: Die Dynamik verläuft unregelmäßig und hängt in jedem Jahr stark von Windrichtungen und Strömungen ab.

lni

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