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Der Norden Hier steht Niedersachsens Rekordblitzer
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17:53 15.03.2017
Die Radaranlage vor der Werrabrücke der A7. Quelle: dpa
Hann. Münden

Auf die Radarfalle vor der Werrabrücke auf der Autobahn 7 ist Verlass. Auch im 20. Jahr nach ihrer Einrichtung hat sie dem Landkreis Göttingen wieder eine Millioneneinnahme beschert. Obwohl der Blitzer am Fuß eines der steilsten Autobahnabschnitte Deutschlands bestens bekannt ist, sind 2016 dort mehr als 55.000 Temposünder erwischt worden, 7000 mehr als im Vorjahr. Dies habe knapp 3,1 Millionen Euro in die Kreiskasse gespült, sagte ein Verwaltungssprecher. 

Blitzer sind in allen Städten und Kommunen sichere Einnahmequellen. „Wir haben sechs feste Anlagen im Landkreis Lüneburg, die im vergangenen Jahr 27.370 mal geblitzt haben. Das sind 1,1 Millionen Euro Einnahmen in 2016“, sagte Katrin Holzmann, Sprecherin des Landkreises Lüneburg. 2015 hat es dagegen nur 19.868 mal geblitzt, was Einnahmen von rund 810 000 Euro bedeutete.

Die Stadt Hannover hat 2016 insgesamt 4,97 Millionen Euro mit den Blitzern eingenommen. „Wir haben zehn stationäre und zwei mobile Anlagen“, berichtete Stadtsprecher Udo Möller. Das ist ein starker Anstieg, denn in den Jahren zuvor lagen die Einnahmen bei unter 3 Millionen Euro (2014: 2,9 Millionen; 2015: 2,68 Millionen). Der große Sprung zu 2016 liegt daran, dass es seitdem mehr Blitz-Anlagen gibt. Und es kommen weitere Anlagen hinzu: Seit dieser Woche ist ein neuer mobiler Blitzer im Einsatz, den es so in Hannover noch nicht gegeben hat.

So sieht die neue mobile Radarkontrolle der Stadt Hannover aus. Den ersten Einsatz hatte das futuristisch anmutende Gerät in der Marienstraße.

Rund 1,1 Millionen Euro flossen im vergangenen Jahr durch Blitzer an die Stadt Osnabrück, teilte Sprecherin Monika Nestmann mit. Die Stadt Braunschweig kontrolliert vor allem in Tempo-30-Zonen, vorzugsweise an neuralgischen Punkten wie an Kitas und Schulen, teilte Stadtsprecherin Juliane Meinecke mit. Daraus seien 2016 rund 117 000 Euro an Einnahmen entstanden. 2015 brachten die Blitzer dagegen mit 151 000 Euro mehr Geld ein. Auch die Polizei überwache mit mobilen Geräten die Geschwindigkeit.

An der Radaranlage vor der Werrabrücke wurde der schnellste Raser in dem Tempo-100-Bereich mit 218 Stundenkilometern gemessen. Die Radaranlage an dem mit acht Prozent Gefälle gefährlich steilen Autobahnstück war 1996 installiert worden, weil sich schwere Unfälle gehäuft hatten. Seither dürfen Autos dort nur noch Tempo 100 und Lastwagen nur noch Tempo 60 fahren.

Unter vielen Autofahrern hat es sich inzwischen herumgesprochen, dass an diesem Abschnitt alle drei Fahrspuren seit dem Jahr 1996 mit einer Radaranlage überwacht werden. In früheren Jahren, so etwa 2007, waren dort zum Teil mehr als 100 000 Temposünder geblitzt worden.

Von Matthias Brunnert und Martina Steffen

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