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Der Norden Historische Dampflok soll wieder fahren
Nachrichten Der Norden Historische Dampflok soll wieder fahren
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00:15 17.05.2016
Hilft gerne mit: Bernhard Kovermann hat früher selbst Güterloks gefahren. Quelle: Hermann Pentermann
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Osnabrück

Auf den ersten Blick sieht es eher aus wie ein U-Boot, was bei den Osnabrücker Dampflokfreunden auf einem flachen Waggon gelagert wird. Bei der riesigen, braunschwarzen Stahlröhre handelt es sich um den Kessel von Dampflok 41 052, die der Verein wieder auf große Fahrt schicken will. Bis die 1977 von der Bundesbahn ausrangierte Lok wieder unter Dampf steht, ist noch viel Arbeit nötig, 300 000 Euro an Spendengeldern kostet den Verein die Restaurierung. Mit einem bereits hergerichteten Zug gehen die Osnabrücker jetzt in den kommenden Sommermonaten wieder auf Tour, wie auch Dutzende andere Museumsbahnen quer durch Deutschland.

„Wir sind in einem Radius von 150 Kilometern unterwegs“, sagt Vereinsprecher Dirk Wortmann. Ganz wichtig für die Vereinsfinanzen seien auch Charterfahrten, etwa für Hochzeits- oder Geburtstagsfeiern. Der Nachwuchs sei allerdings ein Problem, räumt Wortmann ein. Zur Herrichtung von Gleisen und Gebäuden sei handfester ehrenamtlicher Einsatz erforderlich, und auch für die Sonderfahrten müssten die Helfer morgens um 7 Uhr parat stehen.

Ein Stück weiter im ostwestfälischen Rahden rüsten sich Hobbybahner für ihr 25-jähriges Vereinsjubiläum. „Wir haben ein Stammpublikum, viele kennen uns“, sagt der Vereinsvorsitzende Berndt von Mitzlaff. Zwei Eisenbahner im Ruhestand hatten die Idee, die Gleise nach Uchte im niedersächsischen Kreis Nienburg als Museumsbahn zu erhalten, als die Bahn sie abreißen wollte. Radausflügler nutzten gerne den alten Schienenbus, der auch einen Fahrradwagen mitführt. „Das ist für den Tourismus eine Attraktion.“ Die Gemeinden an der Strecke hätten deshalb auch in den Erhalt investiert, sagt von Mitzlaff.

In der Tat entdeckten immer mehr Kommunen den touristischen Faktor alter Bahnlinien, sagt Karl-Peter Naumann vom Fahrgastverband Pro Bahn. Im Erzgebirge etwa setzte sich die Oberbürgermeisterin von Schwarzenberg für den Erhalt der Strecke über das markante Markersbacher Viadukt nach Annaberg-Buchholz für Sonderfahrten ein, weil diese wichtig für den Tourismus ist. Derweil heizt über Pfingsten die älteste deutsche Museumsbahn im niedersächsischen Bruchhausen-Vilsen die Lokomotiven zum 50-jährigen Jubiläum an - bei gemächlichem Tempo gibt es morgens auch Frühstück mit Sekt in den Waggons.

Soweit sind die Bahnfans in Osnabrück noch nicht: Bis die 41 052 wieder fährt, werden wohl noch drei Jahre vergehen. Mit im Führerstand Platz nehmen will dann sicher Bernhard Kovermann. Er hat die Güterzuglok zu Bundesbahnzeiten noch selbst gefahren.

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