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Der Norden Formfehler: Prozess um Blutrache-Mord unterbrochen
Nachrichten Der Norden Formfehler: Prozess um Blutrache-Mord unterbrochen
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13:53 02.11.2017
Der Prozess am Landgericht wurde wegen eines Formfehlers gleich nach Beginn wieder unterbrochen. Quelle: dpa
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Verden

Seit Donnerstag müssen sich die beiden Albaner deswegen vor dem Landgericht Verden wegen Mordes verantworten. Die tödlichen Schüsse in der Kleinstadt im Kreis Rotenburg (Wümme) hatten auch deswegen bundesweit für Aufsehen gesorgt, weil sie vor einer Grundschule fielen. Ein Geschoss durchschlug die Scheibe des Lehrerzimmers, verletzte dort aber niemanden. Insgesamt fielen zwölf Schüsse.

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Ein 46-jähriger Mann wurde in Visselhövede durch mehrere Schüsse, die von einem Motorrad abgegeben wurden, getötet.

Wegen eines Formfehlers musste die Verhandlung, die unter großen Sicherheitsvorkehrungen gestartet war, noch vor Verlesung der Anklage für zwei Wochen unterbrochen werden. Den Prozessbeteiligten sei im Vorfeld eine falsche Besetzung der Schwurgerichtskammer mitgeteilt worden, sagte der Vorsitzende Richter Volker Stronczyk. Eine Schöffin war zweimal, ein Schöffe gar nicht aufgeführt worden. Aufgefallen war der Fehler der Verteidigung. Ihrem Antrag auf Unterbrechung gab die Kammer statt.

Der Prozess soll am 16. November mit der Verlesung der Anklage fortgesetzt werden. Die Staatsanwaltschaft geht bei der Tat von einem Racheakt aus: Das 46-jährige Opfer hatte Jahre zuvor einen Angehörigen der beiden Männer getötet und hatte dafür auch in Albanien im Gefängnis gesessen. Die Familie der beiden Angeklagten sollen trotz der verbüßten Strafe Blutrache geschworen haben, die insbesondere in ländlichen Regionen Nordalbaniens Tradition hat. Alle Schlichtungsversuche zwischen den Familien waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft gescheitert. Wegen der bekannten Bedrohung war das spätere Opfer mit seiner Familie nach Deutschland geflüchtet.

lni

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