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Der Norden Apothekensterben in Niedersachsen
Nachrichten Der Norden Apothekensterben in Niedersachsen
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08:59 05.03.2016
Vor allem auf dem Land wird es schwerer Apotheken wirtschaftlich zu führen. Quelle: dpa
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Hannover

Die Zahl der Apotheken in Niedersachsen ist auf dem niedrigsten Stand seit 26 Jahren. Es hätten in den vergangenen Jahren stets mehr Apotheken geschlossen als neue aufgemacht, teilte die Apothekerkammer Niedersachsen mit. Im Dezember vergangenen Jahres gab es insgesamt 1988 öffentliche Apotheken im Land. 2009 waren es noch 2113 gewesen.

Besonders kritisch für die Versorgung: Fast jeder fünfte Apothekeninhaber ist über 65 Jahre alt. Da es gerade auf dem Land immer schwerer werde, die Apotheken wirtschaftlich zu führen, seien viele Geschäfte nur schwer zu verkaufen. "Apotheker, die dann ihre Apotheken altersbedingt schließen müssen, finden keinen Nachfolger mehr", sagte die Sprecherin der Apothekerkammer, Anja Hugenberg. "Eine typische Apotheke auf dem Land erzielt rund 80 Prozent ihrer Einnahmen mit rezeptpflichtigen Medikamenten", erklärte die Sprecherin der Kammer.

Allerdings fände die Facharztversorgung heute vielfach in Städten statt. "Schließen Ärzte ihre Praxen auf dem Land oder in Stadtrandlagen, trägt sich auch die Apotheke vor Ort nicht mehr", sagte Hugenberg. Mit Botendiensten oder sogenannten Rezeptsammelstellen könnten die Apotheken ihren gesetzlichen Versorgungsauftrag derzeit trotz Engpässen erfüllen, betonte die Apothekerkammer. Dennoch werde eine flächendeckende Versorgung gerade für ältere und kranke Menschen und für diejenigen, die nicht mobil seien, immer schwieriger.

dpa

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