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Der Norden "Ich will nicht töten"
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00:15 11.02.2017
Thomas Börner, Chefarzt der Gynäkologie in Dannenberg. Quelle: Archiv
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Sie haben, seit Sie in Dannenberg Chefarzt der Gynäkologie sind, dort keine Abtreibungen mehr angeboten. Warum?

Ich habe in 26 Jahren als Gynäkologe noch nie Abtreibungen vorgenommen. Es steht ja im Gesetz, dass kein Arzt gegen sein Gewissen dazu gezwungen werden darf. In meinem christlichen Menschenbild hat für mich das Gebot „Du sollst nicht töten“ immer Priorität gehabt. Deshalb bin ich auch nicht zur Bundeswehr gegangen. Jetzt trage ich als Chef Verantwortung, und da legt man nun mal die Richtlinien fest.

Ab welchem Zeitpunkt man vom Töten eines Menschen sprechen kann, ist allerdings umstritten.

Das ist tatsächlich so, auch in der Embryonenforschung wird das heftig diskutiert. Für mich beginnt schützenswertes Leben mit der Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter, also etwa eine Woche nach der Empfängnis.

Die Pille danach akzeptieren Sie also?

Das ist so ein Grenzfall, aber ich würde sagen, das kann man noch machen, wenn die Lust über die Vernunft gesiegt hat. Bei der Abtreibung nach der Beratungsregelung geht es dagegen um bis zu zwölf Wochen alte Embryonen. Da ist der Mensch in seiner Gesamtheit schon zu erkennen. Das ist auch für den Operateur nicht einfach.

Denken Sie denn nicht an die Frauen, denen Sie den Weg zur Abtreibung so schwer machen?

Ich weiß, dass eine ungewollte Schwangerschaft sehr schwierig sein kann. Viele Frauen leiden aber gerade nach einer Abtreibung ihr Leben lang. Es gibt für Schwangere etliche Möglichkeiten der Hilfe, auch finanzieller Art. Ich habe im Übrigen immer die Entscheidung jeder einzelnen Schwangeren respektiert.

Interview: Gabriele Schulte

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