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"Wo ist man noch sicher auf dieser Welt?"

Istanbul-Touristen in Hannover gelandet "Wo ist man noch sicher auf dieser Welt?"

Die Stimmung war gedrückt: Stunden nach dem blutigen Anschlag in Istanbul ist Hannover ein Flugzeug mit Städtetouristen aus der türkischen Metropole gelandet. Familienangehörige und Freunde waren erleichtert, die Reisenden am Flughafen in Empfang nehmen zu können.

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Wieder daheim: Dennis Buchholz wird von seiner Mutter Monika und seinem Vater Ralf am Flughafen in Hannover freudig begrüßt. Er kam gerade aus Istanbul.

Quelle: dpa

Hannover. Dem Terror entronnen: Als Turkish- Airlines-Flug 1555 aus Istanbul am späten Dienstagnachmittag in Hannover landet, treiben etliche der in Terminal B wartenden Abholer Sorgen um. Nur wenige Stunden ist es her, dass sich ein Selbstmordattentäter in der Bosporus-Metropole inmitten einer Gruppe deutscher Touristen in die Luft sprengte, es gibt mindestens zehn Tote, acht davon wohl Deutsche. Die erwarteten Angehörigen oder Freunde, die in Istanbul ihre Reise begannen, waren da zwar schon auf dem Weg zum Flughafen. Theoretisch aber hätte es praktisch jeden Istanbul-Tourist treffen können, gehören doch die Blaue Moschee und die Hagia Sophia, in deren Nähe der Anschlag geschah, zum Pflichtprogramm jeder Stadtbesichtigung.

"Ich kriege eine Gänsehaut nach der anderen", sagt Monika Buchholz, die mit ihrem Mann auf die Rückkehr von Sohn Dennis wartet. "Gestern haben wir von ihm noch Fotos von der Blauen Moschee bekommen", erzählt sie. Ihr Mann hat sie auf der Arbeit angerufen, um von dem Anschlag zu berichten. Dennis, der einen Studienfreund besucht hat, ist zu dem Zeitpunkt schon sicher am Istanbuler Flughafen. Als er die Terminalhalle in Hannover betritt, schließt er erleichtert seine Eltern in die Arme. "Gestern war ich genau auf dem Platz", erzählt er. "Die nächste Istanbul-Reise werde ich nicht sofort planen, aber im Moment ist man nirgendwo sicher", meint er. Die erste Sorge galt seinem Freund in Istanbul. Recht schnell aber war klar, ihm war nichts passiert.

Unterdessen diskutiert ein Türke mit dem Ehepaar Buchholz. "Solange es keinen Stopp der Waffenlieferungen gibt, geht das immer weiter", meint er zum Terror der Miliz Islamischer Staat. Der IS verfüge über keine eigenen Waffen sondern bekomme sie von irgendwoher geliefert. "Der Terror, das kann auch in München passieren oder hier." Dieselben Gedanken treiben Gökhan Özdemir um, der seine Schwester aus Istanbul zurück erwartet. "Wo ist man noch sicher auf dieser Welt?"

Einen Flug vorher aus Istanbul gelandet ist Geschäftsmann Ragib Cakici, er wartet auf seine Mutter, die mit der späteren Maschine kommt. Am Flughafen habe es etwas Chaos gegeben, wohl wegen des Anschlags, dann aber hätten die Behörden alles gut im Griff gehabt. "Jede Art von Terrorismus ist schlecht und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit", wettert er, egal ob sie im Namen einer Religion oder etwas anderem verübt werde. Seit Jahren bereits mache der Türkei Gewalt seitens der PKK zu schaffen, und jetzt der IS. "Das ist immer der gleiche Mist."

Nur weil der Anschlag nun Deutsche getroffen habe, gebe es große Aufregung, empört sich ein junger Türke, der auf seine Großeltern wartet. Über die meisten Terroranschläge mit viel mehr Opfern in muslimischen Ländern werde nur wenig Aufhebens gemacht. Und außerdem nerve ihn, dass die IS-Terroristen sich als Muslime darstellten. Auch er sieht den Waffenhandel, auch durch Deutschland, als eine Ursache, dass der Terror weitergeht.

Unterdessen ist Familie Buchholz schon auf dem Parkplatz, bis nach Hause in Hannover ist es nun nicht mehr weit.

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Istanbul
Foto: Der türkische Innenminister Efkan Ala (r.) am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Istanbul.

Die Zahl der bei dem Terroranschlag in Istanbul getöteten Deutschen hat sich auf zehn erhöht. Das teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch mit. Die türkische Polizei hat einen Verdächtigen gefasst.

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Mann lebt seit 54 Jahren allein im Wald

Günther Hamker (75) lebt seit mehr als 50 Jahren in einer Waldhütte im Harz, die er als Jugendlicher von seinem Großvater geerbt hat. Er ist in vielen Bereichen Selbstversorger. Sein Wasser stammt aus einem selbstangelegten Brunnen, Strom erzeugt er mit Windkraft und Solarenergie. Für seine Öfen hackt er im Sommer Holz.