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Journalist von Polizeikugel getroffen

Bremerhaven Journalist von Polizeikugel getroffen

Bei einem Pressegespräch in den Räumen der Polizei in Bremerhaven ist am Dienstag ein Journalist der „Nordsee-Zeitung“ von einer Kugel aus einer Polizeiwaffe getroffen worden. Nach Angaben eines Polizeisprechers löste sich während des Gesprächs ein Schuss aus der Pistole und traf den Mann in den Oberschenkel.

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Quelle: Symbolbild

Bremerhaven. Der 44 Jahre alte Reporter erlitt einen Durchschuss. Der Mann wurde von einem Notarzt behandelt und dann ins Krankenhaus gebracht. Es gehe im den Umständen entsprechend gut. „Wir sind alle sehr betroffen“, sagte der Sprecher. „Das hätte niemals passieren dürfen.“

Den Angaben zufolge sollte es in dem Pressegespräch um die neuen Dienstwaffen der Beamten gehen. „Im Rahmen der Erklärungen lässte sich gegen 10.22 Uhr unbeabsichtigt ein Schuss.“ Nähere Angaben machte der Beamte nicht, auch nicht zu der Frage, warum die Waffe während der Vorführung geladen war. Die Kriminalpolizei leitete ein Ermittlungsverfahren ein.

Die "Nordsee-Zeitung" teilte auf Facebook mit, dass es dem Journalisten "nach ersten Erkenntnissen den Umständen entsprechend gut" gehe. Er habe für eine Polizei-Serie recherchiert, um die Ausrüstung der Beamten vorzustellen.

Journalist schickte eine sms aus dem Rettungswagen

"Zuerst konnten wir es gar nicht glauben, doch es war leider kein Scherz, als uns unser Kollege aus dem Rettungswagen per SMS über den Vorfall selbst informiert hatte", sagte der Chefredakteur der "Nordsee-Zeitung", Christian Klose. "Dass unser Reporter noch selbst in der Lage war, uns zu informieren, zeigt aber zum Glück, dass zu keiner Zeit Lebensgefahr bei ihm bestand."

Die Nachricht habe alle Mitarbeiter der Zeitung geschockt. "Der Kollege hatte sicher großes Glück im Unglück. Er wird bis zum Abend im Krankenhaus noch einmal von den Ärzten behandelt und eventuell noch operiert", berichtete der Chefredakteur. "Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass wir ihn bald wieder bei uns am Arbeitsplatz haben werden."

Staatsanwalt ermittelt

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun, wie es zu dem Unfall kommen konnte. "Eigentlich darf das nicht passieren", betonte Götze. Bei der Präsentation von Waffen verstehe es sich von selbst, dass sie ungeladen seien. Alle vorgeführten Waffen seien beschlagnahmt und untersucht worden. In keiner habe sich Munition befunden. Warum in der einen Schusswaffe ein Projektil steckte, werde nun untersucht. "Warum das passiert ist, entzieht sich meiner Kenntnis", sagte Harry Götze, Leiter der Ortspolizeibehörde.

Bei der Vorführung der Waffen waren ein Pressesprecher der Ortspolizei und ein Trainer für die Anwendung von Schusswaffen anwesend. Der 45-jährige Ausbilder habe den Schuss ausgelöst, sagte Götze. Beide Beamten hätten sich nach dem Unfall krankgemeldet. Der Polizeipräsident nannte den Unfall "bedauerlich und schlimm". Neben den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen würden auch dienstrechtliche Konsequenzen geprüft. 

(mit lni)

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Niedersachsen in Zahlen
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  • Fläche : 47.634,90 km²
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  • Letzte Landtagswahl : 20. Januar 2013 
  • Nächste Wahl : 2018
  • Wirtschaft : Firmendatenbank
  • Geographie : Niedersachsen hat im Norden eine natürliche Begrenzung durch die Nordsee, die Unterelbe sowie den unteren Mittellauf der Elbe. Als Enklave vom Landesgebiet umgeben ist das Land Bremen.
  • Berühmte Niedersachsen : Gerhard Schröder, Diane Kruger, Lena Meyer-Landrut, Sigmar Gabriel, Christian Wulff, Otto Waalkes, Mousse T., Klaus Meine
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