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Der Norden Der kleine "Johann" und seine Kühe
Nachrichten Der Norden Der kleine "Johann" und seine Kühe
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10:00 04.10.2015
Voll integriert: Frischling "Johann" auf der Weide. Quelle: dpa
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Meensen

Vor rund zwei Wochen habe sein Sohn den Frischling inmitten einer Herde entdeckt, berichtet Landwirt Jochen Kraft. Die Kühe hätten sich um „Johann“ gekümmert, als sei er ihr eigenes Kalb. Das kleine Wildschein wurde demnach sauber geleckt und durfte sich ankuscheln.

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Wildschein "Johann" hat Zuflucht auf der Kuhwiese gefunden.

Nachdem Medien über die ungewöhnliche „Willkommenskultur auf der Weide“ für den Gast mit „Migrationshintergrund“ berichtet hatten, habe es einen kleinen Besucherboom gegeben, sagt Landwirt Kraft. Johann sei dieser Rummel vermutlich zu viel geworden. Das Wildschwein habe sich jedenfalls eine neue Paten-Familie auf einer nur wenige Hundert Meter entfernten Weide in Waldnähe gesucht. Dort lebt der Frischling jetzt mit fünf tragenden Rindern zusammen. Johann werde auch von diesen Tieren geduldet und gut behandelt, sagt Kraft. Futter finde Johann genug: „Er gräbt nach Engerlingen und frisst Eicheln.“

Im Jahr 2010 hatte im Landkreis Göttingen schon einmal ein kleines Wildschwein namens „Friederike“ für Schlagzeilen gesorgt. Es hatte sich einer Herde von Galloway-Rindern angeschlossen. Experten vermuteten damals, dass es seine eigene Rotte verloren und sich deshalb eine neue gesucht hatte. „Friederike“ war nach einigen Monaten auf der Weide an einer Magen-Darm-Entzündung gestorben.

dpa

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