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Hameln entkräftet Ekel-Vorwürfe

Beschwerde über Polizeiunterkunft Hameln entkräftet Ekel-Vorwürfe

Der Landkreis Hameln-Pyrmont weist die Vorwürfe wegen der verdreckten Polizeiunterkunft zurück. Unahängige Untersuchungen sollen ergeben haben, dass kein Raum der Kaserne mit Blut, Kot oder Sperma verschmiert war. Zuvor hatten sich Beamte geweigert, dort während des Obama-Besuchs zu schlafen.

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Zimmer der Linsingen-Kaserne in Hameln sollen so verdreckt und stinkend gewesen sein, dass die Polizisten sich weigerten, dort zu schlafen.

Quelle: Archiv/Junge Polizei

Hameln. Nach massiver Kritik an den hygienischen Zuständen in einer Unterkunft für Polizisten beim Staatsbesuch von US-Präsident Obama hat der zuständige Landkreis alle Vorwürfe zurückgewiesen. Untersuchungen unabhängiger Labors hätten ergeben, dass es in der Linsingen-Kaserne in Hameln keine Räume gegeben habe, die mit Blut, Kot, Urin, Sperma oder Erbrochenem verschmiert gewesen sein. Das sagte Hamelns Landrat Tjark Bartels (SPD) am Dienstag.

Die Kaserne war vorher als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge genutzt worden. Während des Obama-Besuchs in Hannover sollten dort Polizisten schlafen. Drei Hundertschaften der nordrhein-westfälischen Bereitschaftspolizei weigerten sich aber, in der Unterkunft zu übernachten. In einem Facebook-Post der Jungen Polizei war die Rede von "Erbrochenem, Fäkalien und Sperma auf dem Boden und an den Wänden". Matratzen, Kissen, Bettdecken und deren Bezüge seien voller Haare, Blut und Flecken von Fäkalien gewesen, heißt es weiter. Letztendlich übernachtete nur ein Teil der Beamten in der Kaserne, die meisten weigerten sich und wurden anderweitig untergebracht.

Landrat Bartels sagte, die von Polizisten im Internet veröffentlichten Fotos zeigten anders als behauptet keine Spuren menschlicher Exkremente, sondern Rückstände von Kaffee, Obst oder Milch. In den Medien sei vom Zustand der Unterkunft ein falsches Bild gezeichnet worden, das auch ein falsches Bild auf die vorherigen Bewohner werfe, so Bartels weiter. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hielt die Vorwürfe dagegen aufrecht. Ähnlich schlimme Zustände in einer für Polizisten vorgesehenen Unterkunft wie in Hameln habe es bis dahin nicht gegeben, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende Arnold Plickert.

Aus dem niedersächsischen Innenministerium kam bereits einen Tag nach der Beschwerde der Polizisten auf Facebook eine Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten. Es habe aber durchaus auch Einsatzkräfte gegeben, die kein Problem damit hatten, in Hameln untergebracht zu sein, hieß es.

dpa/lni

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