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Der Norden Mutter von Yagmur wegen Mordes verurteilt
Nachrichten Der Norden Mutter von Yagmur wegen Mordes verurteilt
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12:03 25.11.2014
Das Landgericht Hamburg hat die Mutter der kleinen Yagmur wegen Mordes verurteilt worden. Quelle: dpa
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Hamburg

Für die schwere und tödliche Misshandlung der kleinen Yagmur ist ihre Mutter wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das gab das Hamburger Landgericht am Dienstag bekannt. Die 27-Jährige kann auf eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren hoffen, da das Landgericht keine besondere Schwere der Schuld feststellte.

Den Vater der Dreijährigen sprach das Gericht wegen Körperverletzung mit Todesfolge durch Unterlassen schuldig. Er soll für vier Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Die dreijährige Yagmur war kurz vor Weihnachten 2013 in der Wohnung ihrer Eltern an den Folgen schwerer Misshandlungen gestorben.

Das Verfahren sei für das Gericht stärker als andere Prozesse bedrückend und belastend gewesen, sagte der Vorsitzende Richter Joachim Bülter. "Dies vor allem angesichts des Ausmaßes, in dem Yagmur gelitten hat."

Er ging auch auf einen Bericht der Jugendhilfe ein, in dem zahlreiche Fehlentscheidungen und Nachlässigkeiten der Behörden aufgelistet sind. Die Summe der Unzulänglichkeiten hätten dazu geführt, dass die kleine Yagmur nur drei Jahre und zwei Monate alt geworden sei. Das sei beschämend.

Bereits im Januar 2013 war Yagmur wegen einer lebensgefährlichen Schädelverletzung im Krankenhaus behandelt worden. Ein Rechtsmediziner erstattete Strafanzeige wegen des Verdachts auf Kindesmisshandlung. Weil sich die Pflegemutter selbst bezichtigte, kam Yagmur gut vier Monate vor ihrem Tod wieder in die Obhut ihrer leiblichen Eltern. Im November 2013 hatte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt, weil nicht geklärt werden konnte, wer der Täter ist.

Die Kleine wurde seit ihrer Geburt von Jugendämtern betreut, die wegen Versäumnissen in der Kritik stehen. Ein Untersuchungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft will seinen Abschlussbericht dazu am 18. Dezember vorlegen.

dpa

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