Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden Kreis Lüneburg bekommt keine Elbbrücke
Nachrichten Der Norden Kreis Lüneburg bekommt keine Elbbrücke
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 24.07.2015
Am Amt Neuhaus wird es keine Elbbrücke geben, der Kreistag votierte dagegen. Quelle: dpa/Symbolbild
Anzeige
Lüneburg

Wegen der zu erwartenden Kosten hatten die zuständigen Ausschüsse bereits Ende Juni beschlossen, die Planungen einzustellen. Die rot-grüne Mehrheit hatte auch dort dagegen votiert, ein entsprechendes Planfeststellungsverfahren zu betreiben. Auch der Vorschlag der oppositionellen CDU-Fraktion, den Bau einer günstigeren Schrägseilbrücke zu prüfen, fand dabei keine Mehrheit.

Die Brücke sollte die Gemeinde Amt Neuhaus am nordöstlichen Elbufer mit dem Südwesten verbinden. Bis 1993 gehörte die Region zu Mecklenburg-Vorpommern, danach wurde sie ein Teil Niedersachsens. „Für uns war die Brücke ein Symbol für die Vollendung der Einheit“, sagte Grit Richter, Bürgermeisterin der Gemeinde Amt Neuhaus. „Das Scheitern macht die wirtschaftliche und soziale Lage der Gemeinde Amt Neuhaus nicht leichter“, betonte die parteilose Politikerin.

Lange wurden die Kosten für den Bau zwischen Darchau im Nordosten und Neu Darchau im Landkreis Lüchow-Dannenberg auf 45 Millionen Euro geschätzt. Doch ein vom Kreis Lüneburg beauftragtes Ingenieurbüro bezifferte die zu erwartenden Kosten Anfang 2015 auf rund 58 Millionen Euro. Weil die rot-grüne Landesregierung erklärt hat, ihre Zuschüsse nicht aufzustocken, hätte der Landkreis einen Eigenanteil von bis zu 29 Millionen Euro finanzieren müssen - zu viel, wie die Kommunalpolitiker fanden.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach dem Lüneburger Auschwitz-Prozess haben nun auch die Verteidiger des Angeklagten Revision gegen das Urteil des Landgerichts eingelegt. Einer der beiden Anwälte des früheren SS-Mannes Oskar Gröning, Hans Holtermann aus Hannover, erklärte Montag, dass er mit seinem Mandanten gegen den Schuldspruch der Lüneburger Richter angeht.

Thorsten Fuchs 23.07.2015

Das Bundesverkehrsministerium investiert in Niedersachsen 173 Millionen Euro in die Sanierung und den Neubau von Bundesstraßen. Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) begrüßt den Geldsegen als großen Erfolg.

23.07.2015

Keine Verschnaufpause für den Kampfmittelbeseitigungsdienst: Nur einen Tag nach der Entschärfung von zwei Blindgängern bei Hannover ist am Braunschweiger Hauptbahnhof eine Bombe gefunden worden. 11.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Erst um kurz nach 23 Uhr konnte der Blindgänger entschärft werden.

20.07.2015
Anzeige