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Der Norden Mann raubt Bank aus, um Geldstrafe zu bezahlen
Nachrichten Der Norden Mann raubt Bank aus, um Geldstrafe zu bezahlen
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00:17 18.09.2016
Zu Prozessbeginn legten alle drei Angeklagten ein Geständnis ab. Als Motiv gaben sie finanzielle Probleme an. Der 19-Jährige brauchte Geld für seinen massiven Cannabis-Konsum, der 25-Jährige wollte nicht mehr ständig seiner Freundin und seinen Eltern auf der Tasche liegen. Quelle: Symbolbild (Archiv)
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Wieda

Sieben Monate nach einem Raubüberfall auf eine Volksbank-Filiale in Wieda im Südharz hat am Donnerstag vor dem Landgericht Göttingen der Prozess gegen die drei mutmaßlichen Täter begonnen. Angeklagt sind zwei 30 und 19 Jahre alte Männer aus Walkenried sowie ein 25-jähriger Mann aus Bad Lauterberg (Kreis Osterode). Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio räuberische Erpressung und schweren Raub vor. Bei dem Überfall im Februar hatten die Täter knapp 11 500 Euro erbeutet. Zwei Monate nach der Tat hatte die Polizei zunächst den 30-Jährigen festgenommen. Der 19-Jährige stellte sich freiwillig auf Druck der Mutter. Er hatte ihr von der Tat berichtet, woraufhin sie drohte, zur Polizei zu gehen, sollte er das nicht selbst tun. Später ermittelte die Polizei auch die Identität des dritten Täters.

Die Volksbank-Filiale im abgelegenen Wieda war vor elf Jahren schon einmal Schauplatz eines Banküberfalls gewesen. Damals hatten zwei Mitglieder der sogenannten Schlapphutbande, die mehr als 50 Banküberfälle verübte, 15 000 Euro erbeutet. Anschließend waren die schwer bewaffneten Männer mit einem im Auto wartenden Komplizen geflohen.

Auch bei dem neuerlichen Überfall fungierte einer der Täter als Fahrer. Laut Anklage hatte der 25-Jährige die beiden Hauptakteure morgens nahe der Bankfiliale abgesetzt. Für den Überfall hatte sich das Trio eine besondere Variante ausgedacht: Zunächst betrat der 30-Jährige die Bank und gab vor, ein Konto eröffnen zu wollen. Kurz darauf erschien der 19-Jährige, der sich vorher maskiert und Handschuhe übergezogen hatte, hielt dem vermeintlichen Neukunden eine Schusswaffe an den Kopf und rief: „Geld her, oder ich knalle ihn ab!“. Mit dem Geld in der von ihm mitgebrachten Plastiktüte rannte der 19-Jährige zu einem Parkplatz, wo der 25-Jährige wartete. Anschließend fuhren die beiden auf Umwegen durch den Harz zu einer Hütte bei Bad Lauterberg, um dort das Geld zu zählen und zu verteilen. Der 30-Jährige, der in der Bank das Opfer gemimt hatte, holte sich später seinen Anteil.

Geld für Cannabis-Konsum, Eigenständigkeit oder Geldstrafe

Zu Prozessbeginn legten alle drei Angeklagten ein Geständnis ab. Als Motiv gaben sie finanzielle Probleme an. Der 19-Jährige brauchte Geld für seinen massiven Cannabis-Konsum, der 25-Jährige wollte nicht mehr ständig seiner Freundin und seinen Eltern auf der Tasche liegen.

Besonders prekär war die Lage des 30-Jährigen: Er sollte aufgrund einer anderen Verurteilung 1100 Euro Geldstrafe zahlen, die er nicht aufbringen konnte. „Ich wollte unbedingt verhindern, dass ich ins Gefängnis muss“, sagte er. Der Überfall sei allerdings eine „Scheiß-Idee“ gewesen. Am Ende landete er genau dort, wo er auf keinen Fall hin wollte: Seit fünf Monaten sitzt er in der JVA Rosdorf.

Heidi Niemann

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