Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Der Norden LKA warnt vor falschen 50-Euro-Scheinen
Nachrichten Der Norden LKA warnt vor falschen 50-Euro-Scheinen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:55 17.12.2016
Ein echter (oben) und ein gefälschter 50-Euro-Schein im Licht eines Geldprüfers zu sehen. Beim Bezahlen mit 50-Euro-Scheinen ist in Niedersachsen derzeit besondere Vorsicht geboten. Quelle: dpa
Hannover

Trotz der vielen 50-Euro-Blüten habe es nach vorläufigen Zahlen 2016 allerdings «einen moderaten Rückgang» bei den Fällen gegeben, in denen eine oder mehrere falsche Banknoten sichergestellt wurden, sagte LKA-Sprecherin Nevin Ayyildiz. Nach dem Spitzenwert von 7000 Fällen im Vorjahr gehen die Ermittler von einem Minus von etwa zehn Prozent für 2016 aus. In der LKA-Statistik wird nur das jeweilige Auftauchen von Falschgeld als "Fall" erfasst, nicht aber die Anzahl der dabei sichergestellten Falsifikate. Falschgeld wird vorwiegend bei Banken, aber auch in Geschäften entdeckt.

Bei den Falsifikaten handelt es sich nach Angaben des LKA vorwiegend um Druckfälschungen. Diese stammten überwiegend aus Süd- und Südosteuropa, sagte Sprecherin Ayyildiz. Etwa 20 Prozent des Falschgeldes werde über das Internet vertrieben. Die Tendenz sei steigend.

Dabei werden nach Erkenntnissen der Polizei über illegale Handelsplattformen im Internet und im anonymen Teil des Internets, das sogenannte Darknet, sowohl fertige Falsifikate als auch Informationen zur Herstellung von Falschgeld gehandelt. Außerdem werden dort unter anderem gefälschte Hologramme für falsche Geldscheine angeboten.

Das meiste Falschgeld werde von den Produzenten über Zwischenhändler an Einzeltäter weitergereicht, berichtet das LKA. Diese nutzen die Falsifikate dann dazu, um etwa bei Discountern, beim Bäcker oder an der Tankstellen geringwertige Artikel zu bezahlen. "Es geht um die Erlangung von möglichst viel Wechselgeld", sagte Ayyildiz. Die Täter setzen darauf, dass Kassierer oder Kassiererinnen kaum Zeit haben, die Geldscheine auf Echtheit zu kontrollieren.

Dabei sei die Qualität vieler gefälschte Scheine "eher mäßig", sagte die LKA-Sprecherin. Wer sich mit seiner Währung beschäftige, könne selbst vergleichsweise professionell hergestellte Falsifikate als solche erkennen. Letztlich sei es "der besonderen Arglosigkeit der breiten Masse der Bargeldnutzer zu verdanken", dass die Fälscher hierzulande noch immer ein lohnendes Verbreitungsgebiet für die Falsifikate vorfänden, sagte Ayyildiz.

Aus Sicht der Polizei wäre es jedenfalls wünschenswert, "wenn die Bürger sich etwas mehr für die Sicherheit des Bargeldes interessieren würden" - schon im Eigeninteresse: Denn wer sich Falschgeld andrehen lässt, hat den Schaden.

Falsches Geld, echte Strafen: Womit Geldfälscher rechnen müssen

Mit dem Farbdrucker zur Million: Wer sich diesen Traum durch Falschgeld erfüllen will, den erwarten harte Strafen. Schon das einfache Anfertigen von «Blüten» wird mit mindestens drei Monaten Haft belegt, sofern man nicht damit zahlt. In schwereren Fällen, vor allem bei bandenmäßiger Geldfälschung, müssen die Täter mitunter mehrere Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Trier verurteilte im August 2015 fünf Geldfälscher zu bis zu drei Jahren und zehn Monaten Haft. Sie hatten mehr als 110 000 Euro Falschgeld in Umlauf gebracht. Selbst wer das Geld nicht selbst herstellt, aber in den Verkehr bringt, wird mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft.

dpa

In der Silvesternacht wird die Hamburger Polizei ihre Präsenz auf St. Pauli um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verstärken. 530 Beamte würden an der Reeperbahn und der Großen Freiheit sowie an den Landungsbrücken und auch am Jungfernstieg im Einsatz sein, teilte die Polizei am Freitag mit.

16.12.2016

Die Flensburger Reederei FRS (Förde Reederei Seetouristik) hat ein 17 Millionen Euro teures Passagierschiff für die Strecke Hamburg-Cuxhaven-Helgoland bestellt. Der mehr als 56 Meter lange Neubau sei speziell für den Einsatz in der Nordsee entwickelt worden und werde von der australischen Werft Austal gefertigt.

16.12.2016
Der Norden Verbindung in Clausthal-Zellerfeld - Studentenparty artet aus – Zehn Festnahmen

Mehrere Dutzend Studenten haben sich in der Oberharzer Hochschulstadt Clausthal-Zellerfeld geprügelt. Nach Angaben der Polizei gab es dabei in der Nacht zu Freitag mehrere Verletzte. "Es gab Prellungen und blutige Lippen", sagte ein Sprecher.

16.12.2016