Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Land verbessert Krebsforschung

Neues klinisches Register Land verbessert Krebsforschung

Mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP hat der Landtag am Mittwoch die Einrichtung eines klinischen Krebsregisters beschlossen. Damit soll die Krebsforschung und die Qualität der Behandlung verbessert werden. Die CDU stimmte dagegen - allerdings nur aufgrund formaler Bedenken.

Voriger Artikel
Haftstrafe wegen Brandstiftung in Asylunterkunft
Nächster Artikel
Warum explodierte das Erdgas-Auto?

Sozialministerin Cornelia Rundt begrüßte den Beschluss des niedersächsischen Landtags für die Einrichtung eines klinischen Krebsregisters

Quelle: Klein

Hannover. Seit 2003 hat Niedersachsen bereits ein epidemiologisches Krebsregister, in dem die Häufung von Krebserkrankungen erfasst werden. Dadurch sind unter anderem die Häufungen von Leukämie-Erkrankungen  bei Männern und Schilddrüsenkrebs-Erkrankungen von Frauen rund um das marode Atommüll-Endlager Asse im Kreis Wolfenbüttel festgestellt worden. Auch dass in der Nähe von Erdgasförderanlagen im Kreis Rotenburg auffällig viele Menschen an Krebs erkrankt sind, ist über dieses Register erkannt worden.

Das epidemiologische Register informiert allerdings nur über die statistische Häufung - Ursachen, Therapien und Therapieverläufe werden darin nicht festgehalten. Das soll jetzt in dem neuen klinischen Register geschehen. Niedersachsen macht diesen Schritt nicht allein, sondern im Auftrag des Bundes: Der hat 2013 alle Bundesländer verpflichtet, ein solches Register einzurichten.

Mit der dann bundesweit einheitlichen Erfassung von Erkrankungen und Therapien werde die Forschung und Weiterentwicklung der Krebstherapien vorangetrieben, sagte Thomas Schremmer (Grüne). Auch Thela Wernstedt (SPD) sprach von einem "wichtigen Beitrag zur Versorgung Krebskranker".

Protest gegen den Gesetzentwurf kam von der CDU. Allerdings wendet sich die Fraktion nicht gegen das Register als solches, sondern hätte die Geschäftsstelle lieber als Anstalt öffentlichen Rechts gegründet, die dann direkt dem Gesundheitsministerium unterstellt worden wäre. Die Landesregierung hat dagegen beschlossen, diese an die Ärztekammern anzudocken. "Wir haben eine Umsetzung in eigener Hand geprüft", sagte Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD). Doch letztlich habe man sich entschlossen, diese Aufgabe den Ärztekammern zu übertragen, die bereits Erfahrung im Umgang mit Patientendaten haben. Eine neue Behörde müsse sich diese Fachlichkeit und dieses Vertrauen bei den Beteiligten erst noch erarbeiten, so die Ministerin.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Der Norden

Finden Sie, dass es momentan zu viele schlechte Nachrichten gibt? Das möchten wir gerne ändern, und zwar mit Ihrer Hilfe. Gemeinsam mit dem NDR, den Kieler Nachrichten, der Ostsee-Zeitung in Rostock und dem Hamburger Abendblatt sammeln wir die guten Nachrichten der Leser und Hörer. Teilnehmer können einen exklusiven Besuch der Elbphilharmonie in Hamburg gewinnen.  mehr

So schön ist Niedersachsen aus der Luft

Von Harz über Heide bis zur Nordsee: Die schönsten Luftaufnahmen von Niedersachsen.

Niedersachsen in Zahlen
  • Landeshauptstadt : Hannover
  • Ministerpräsident: Stephan Weil
  • Fläche : 47.634,90 km²
  • Einwohner : 7,791 Mio
  • Bevölkerungsdichte : 135 Einwohner je km²
  • Letzte Landtagswahl : 20. Januar 2013 
  • Nächste Wahl : 2018
  • Wirtschaft : Firmendatenbank
  • Geographie : Niedersachsen hat im Norden eine natürliche Begrenzung durch die Nordsee, die Unterelbe sowie den unteren Mittellauf der Elbe. Als Enklave vom Landesgebiet umgeben ist das Land Bremen.
  • Berühmte Niedersachsen : Gerhard Schröder, Diane Kruger, Lena Meyer-Landrut, Sigmar Gabriel, Christian Wulff, Otto Waalkes, Mousse T., Klaus Meine
Schlürfen, trinken, spucken - zu Besuch bei einem Teeverkoster

Wenn Stefan Feldbusch Tee trinkt, ist häufig wenig Genuss dabei. 300 Tassen trinkt der 53-Jährige am Tag - als Teeverkoster für die Ostfriesische Teegesellschaft.