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Vier Tote nach Horrorunfall auf A1

Lastwagen rast in Stauende Vier Tote nach Horrorunfall auf A1

Schrecklicher Unfall auf der A1: Am Montagabend rast ein Kühllaster in ein Stauende, prallt auf einen Pkw und schiebt diesen in einen davor stehenden Lastwagen. Alle vier Insassen des Pkw sterben, darunter zwei Kinder. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine Familie handelt.

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Der Pkw, in dem die Familie saß, ist kaum noch als solcher zu erkennen.

Quelle: dpa

Hamburg. Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 1 bei Hamburg ist am Montagabend eine vierköpfige Familie ums Leben gekommen. Ein Gemüsetransporter hatte das Auto der Hamburger an einem Stauende nahe der Anschlussstelle Billstedt übersehen und es mit voller Wucht unter einen davor stehenden Sattelauflieger geschoben. Das Unglück heizt die Debatte um technische Hilfsmittel wie Notbremsassistenten und Abstandswarner für alte Lkw wieder an.

So nahm Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) den Unfall zum Anlass, eine höhere Maut für ältere Lastwagen ohne Fahrassistenzsysteme zu fordern. „Eine geringere Maut für sichere Lkws schafft für Spediteure – auch im Ausland – Anreize, sich schneller moderne Lkws anzuschaffen“, sagte Lies. Die Sicherheit müsse erhöht werden, weil das Verkehrsaufkommen wachse und die Zahlen verheerender Lastwagenunfälle steigen. Es sei aus seiner Sicht „unbegreiflich“, so Lies, dass Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) diesen Vorschlag nicht unterstützt. Seit 2016 sind für Neufahrzeuge über
7,5 Tonnen Assistenzsysteme europaweit vorgeschrieben, ältere Modelle dürfen weiterhin ohne unterwegs sein.

Vier Menschen sind bei einem schweren Unfall auf der Autobahn A1 in Hamburg ums Leben gekommen.

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Wrack nur noch anderthalb Meter lang

Ob solche Hilfsmittel das tragische Unglück auf der A 1 hätten verhindern können, ist unklar. Der 56-jährige Vater, die ein Jahr ältere Mutter am Steuer, die 13-jährige Tochter und der 17-jährige Sohn hatten jedenfalls keine Chance. Ihr Wagen wurde durch den Aufprall zusammengestaucht. Nach Angaben der Feuerwehr war das Wrack der Limousine nur noch anderthalb Meter lang. Ein Notarzt erklärte die Insassen für tot. Das zerstörte Auto wurde zur Feuerwehrakademie in Hamburg-Billbrook gebracht, um die Opfer dort zu bergen.

Der 46-jährige Unfallverursacher und der Fahrer des stehenden Lastwagens erlitten Schocks. Sie mussten im Krankenhaus behandelt werden. Auch die am Einsatz beteiligten Feuerwehrleute erhielten Hilfe, um die grauenhaften Bilder zu verarbeiten.

Der Verkehrsunfalldienst der Polizei und ein Sachverständiger übernahmen die Ermittlungen zur Unfallursache. Warum sich der Verkehr vor dem Unfall gestaut hatte, konnte eine Sprecherin zunächst nicht sagen. Die A 1 in Richtung Süden war fast vier Stunden gesperrt.

Der Unfall erinnert an den vor einer Woche, bei dem eine Familie aus dem Kreis Ammerland ums Leben gekommen ist. Die 53 Jahre alten Eheleute und ihre elfjährige Tochter hatten mit ihrem Wohnmobil an einem Stauende auf der A  7 bei Kassel angehalten. Ein Lastwagenfahrer fuhr auf. Die beiden Fahrzeuge wurden ineinander geschoben.

Auf der A 1 nahe Bremen gab es am Montagabend drei weitere Unfälle mit sechs Lastwagen. Dabei entstand ein Schaden von rund 140.000 Euro. Ein Mann erlitt einen Schock, sonst blieben die Beteiligten unverletzt.  

von Bernhard Sprengel 
und Gerko Naumann  

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