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Der Norden So zufrieden sind Niedersachsens Lehrer
Nachrichten Der Norden So zufrieden sind Niedersachsens Lehrer
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00:15 27.10.2016
Von Saskia Döhner
Gestresst, aber vom Job überzeugt: Lehrer fühlen sich durch ihre Arbeitsbedingungen besonders belastet. Quelle: Michael Thomas
Hannover

Die Studie erfolgte im Nachgang einer landesweiten Arbeitszeitstudie, bei der rund 2700 Lehrer über ein Jahr lang minutengenau ihre Arbeitszeit erfasst hatten. An der Belastungsstudie zwischen Februar und März 2016 nahmen 2108 Pädagogen teil. Repräsentative Ergebnisse wurden für Grund- und Gesamtschulen und Gymnasien erhoben.

Wie kann man gestresst und gleichzeitig zufrieden sein? "Ein wesentlicher Grund liegt in der hohen intrinsischen Motivation", sagte Frank Mußmann von der Uni Göttingen, "man ist überzeugt vom Wert der Arbeit und nimmt dafür so manche Widrigkeit in Kauf." Sein Kollege Hardwig drückte es so aus: "Ein Lehrer kommt auch mit einem Rücken im Messer noch zur Arbeit."

Rund 85 Prozent der befragten Pädagogen sagten, sie seien zufrieden mit ihrer Arbeit, 95 Prozent zeigten eine außerordentliche Identifikation mit ihrem Job. Gleichzeit gaben bei den Arbeitsbedingungen 94 Prozent an, dass diese schlecht oder zumindest im unterern Mittelfeld seien.

Neun von zehn Lehrern erleben oft oder sehr häufig Zeitdruck, drei Viertel müssen Abstriche bei der Qulität ihrer Arbeit machen, um sie überhaupt zu schaffen. Für mehr als 80 Prozent der Lehrer ist das eine starke Belastung. Viele fühlen sich durch Lärm gestresst, besonders positiv erleben die meisten Kollegialität und Unterstützung. Respektloses Verhalten empfinden Pädagogen vor allem bei Eltern, dies macht ihnen besonders zu schaffen. Knapp 70 Prozent sagten, die Arbeit in großen Klassen sei anstrengend. 

Je älter, desto länger wird die Arbeitszeit, auch weil ältere Lehrer mehr Führungsaufgaben übernehmen, das ist ein weiteres Resultat der Studie. Ab 55 Jahren gelten mehr als 50-Wochen-Stunden in der Schulzeit als die Regel. Für den GEW-Landesvorsitzenden Eberhard Brandt ist die politische Forderung daraus klar: Die Landesregierung müsse jetzt endlich die vor Jahren auf Eis gelegte Altersermäßigung umsetzen und die Unterrichtsverpflichtung für Pädagogen ab 55 Jahren um eine weitere Stunde senken. Zudem sollten in Klassen, in denen Kinder mit und ohne Handicap zusammen unterrichtet werden, zwei Lehrer im Einsatz sein. Wer viele Korrekturaufgaben habe, etwa weil er einen Oberstufenkurs durch Abitur führe, brauche Entlastungsstunden. Ebenso wie Teilzeitkräfte, die unteilbare Aufgaben, etwa Klassenleitung, übernähmen.

Frost hat es zwar noch nicht gegeben, aber der ist auch nicht unbedingt notwendig: In Niedersachsen hat die Grünkohlernte begonnen. "Der Nachtfrost ist so eigentlich nicht nötig", sagt Erich Klug, Gemüseberater bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

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