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Der Norden Spürhunde suchen Straßen in Höxter ab
Nachrichten Der Norden Spürhunde suchen Straßen in Höxter ab
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16:10 20.05.2016
Bisher gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von acht Opfern aus, die in Höxter misshandelt wurden. Quelle: dpa
Höxter

Im Fall der in Höxter vermutlich zu Tode gequälten Annika F. aus Niedersachsen sollen nun Leichenspürhunde an einer Landstraße nach Überresten der Frau suchen. Damit gehen die Ermittler einer Aussage der verdächtigen Angelika W. nach, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Demnach sollen die Überreste der in einem Kachelofen verbrannten Körperteile des Opfers 2014 am Rand der nahegelegenen Straße von den mutmaßlichen Tätern Angelika W. (47) und Wilfried W. (46) verstreut worden sein.

Das Opfer, das die Frauen quälte

Die gesamte Reportage über den Fall Höxter finden Sie hier.

Am Montag werde diese Landstraße in Höxter-Bosseborn für die Suche zeitweise gesperrt. Die Mordkommission habe am Tatort, einem von dem Paar angemieteten Gehöft, inzwischen mehrere 100 Beweisstücke sichergestellt und ins Polizeipräsidium Bielefeld gebracht. Dort werden sie nun untersucht. Die Tatortarbeit werde voraussichtlich in der kommenden Woche beendet werden können. Weitere Opfer hätten sich nicht gemeldet.

Die Ermittler suchen derzeit Frauen auf, die zu dem Paar in den letzten Jahren Kontakt hatten. Der 46-jährige Verdächtige und seine 47-jährige Ex-Frau hatten jahrelang Frauen per Kontaktanzeige nach Höxter gelockt. Nach den bisherigen Ermittlungen gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von acht Opfern aus. Zwei Frauen aus Niedersachsen kamen ums Leben. Die Eigentümer des "Horror-Hauses" in Höxter wollen das Gehöft nach Abschluss der Ermittlungen abreißen lassen.

lni

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Die Beschuldigte im Fall der beiden zu Tode gequälten Frauen in Höxter, Angelika W., bezeichnet sich als ihrem Ex-Mann und mutmaßlichen Mittäter Wilfried W. hörig. „Es ist mit Sicherheit so, dass ich von ihm abhängig bin“, sagte die 47-Jährige ihrem Anwalt Peter Wüller zufolge in den Vernehmungen.

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