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A2 bei Lehrte nach schwerem Unfall wieder frei

Strecke in Richtung Dortmund A2 bei Lehrte nach schwerem Unfall wieder frei

Bei einem Lkw-Unfall auf der A2 bei Lehrte sind am Dienstagvormittag zwei Menschen schwer verletzt worden. Ein Lastwagen war auf ein Stauende gefahren und hatte ein Auto auf einen weiteren Lastwagen geschoben. Bis zum Abend blieben zwei der drei Fahrspuren in Richtung Dortmund gesperrt.

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Zwei Personen wurden in dem Auto eingeklemmt und schwer verletzt.

Quelle: Christian Elsner

Hannover. Bei einem erneuten Unfall auf der A 2 bei Lehrte sind Dienstagmorgen drei Personen schwer verletzt worden. Ein Lastwagenfahrer war auf dem Fahrstreifen in Richtung Dortmund zwischen den Anschlussstellen Lehrte-Ost und Lehrte nahezu ungebremst in ein Stauende gerast. Dabei schob er einen Fiat Punto seitlich auf einen davor stehenden Lkw. Die beiden Insassen wurden in dem Kleinwagen eingeklemmt und schwer verletzt. Auch der Fernfahrer erlitt schwere Verletzungen. Alle drei kamen in eine Klinik. Die Polizei schätzt den Schaden auf etwa 250 .000 Euro.

Erst am Montag hatte der niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) genau auf diesem Abschnitt der Autobahn drei Plakate enthüllt, mit denen vor allem Fernfahrer davor gewarnt werden sollten, zu dicht aufzufahren. Die Kampagne ist das Resultat des sogenannten Runden Tisches A 2, den der Minister Ende Mai wegen der seit Monaten andauernden Serie von Unfällen einberufen hat.

„Drei Plakate entlang der Autobahn aufzustellen kann ja wohl nicht die Lösung gegen Unfälle sein“, kritisierte der Fraktionschef der CDU im Landtag, Björn Thümler, am Dienstag den Minister. Er forderte Lies auf, die Verkehrssicherheit auf den niedersächsischen Autobahnabschnitten „zur Chefsache“ zu machen und spielte auf die zwei schweren Lkw-Unfälle auf der A 2 und der A 7 am Montag an.

Am Montagmorgen war zunächst ein Sattelzug in ein Stauende auf der A 2 zwischen Lauenau und Rehren gerast. Der Fahrer des Lastwagens wurde dabei schwer verletzt und die Autobahn so stark beschädigt, dass der Abschnitt bis Dienstagmorgen gesperrt blieb. Am Nachmittag kam es dann auf der A 7 kurz vor dem Kreuz Hannover-Ost zu einem weiteren Lkw-Unfall, der für lange Staus auf der A 37 und der A 2 in Richtung Osten sorgte.

„Wir halten vorerst an den beim Runden Tisch geplanten Maßnahmen fest“, sagt Stefan Wittke, Sprecher des Verkehrsministeriums. Bei dem Treffen unter anderem mit Vertretern von Polizei und ADAC war beschlossen worden, die Verkehrssicherheit auf der A 2 kurzfristig mit Tempolimits und verstärkten Polizeikontrollen zu erhöhen. Dafür hatte das Ministerium Tempo-60-Schilder für Lkw aufstellen lassen. Zudem soll die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr über individuell schaltbare elektronische Schilderbrücken den Verkehr vor Baustellen bremsen.

Plakat-Aktion soll Lkw-Unfälle auf A2 verhindern

Genau diese Schilder ließen sich seit Montagnachmittag aber auf der kompletten A 2 nicht mehr steuern, nachdem es in der Rechnerzentrale zu einem Schwelbrand gekommen war. Die Schilder zeigten daraufhin vor den Baustellen die zuletzt gültigen Tempolimits an, auf offener Strecke galt Tempo 120. „Dieser Defekt war also nicht verantwortlich für den Unfall auf der A 2, da sich die Lkw an die Höchstgeschwindigkeit halten müssen, die von den Blechschildern angezeigt werden“, sagt Wittke.

Neben den kurzfristigen Maßnahmen auf der A 2 strebt der Minister langfristig eine Nutzungspflicht für Fahrassistenzsysteme, die Einführung von Abstandswarnern, eine Erhöhung der Bußgelder für Abstandsverstöße und eine Änderung der EU-Richtlinie zur Verfolgung von Abstandsverstößen über die Bundesgrenzen hinaus an.

„Die gebetsmühlenartig vorgetragene Forderung nach verpflichtenden Assistenzsystemen in Lkw hilft konkret aber wenig“ sagt Thümler und fordert ein Gesamtkonzept. Im Ministerium habt man jedoch den Eindruck, „dass seit der Einführung von Tempo 60 für Lkw schon eine Entspannung eingetreten ist“, sagt Wittke. Zudem verweist er auf den politischen Druck auf Niedersachsen, durch den schon andere wichtige Entscheidungen in Berlin beeinflusst worden seien. Dennoch denkt der Minister offenbar über eine Maßnahme nach, die in seiner Hand liegt. „Man könnte versuchen, die Dauer der Baustellen durch Wochenend- und Nachtarbeit zu verkürzen, sagte Wittke.

 

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