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Mann lässt 5000 Hennen verhungern

Geldstrafe Mann lässt 5000 Hennen verhungern

Ein ehemaliger Landwirt ist vom Amtsgericht Vechta zu 2700 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Der 60-Jährige hatte im vergangenen Jahr den Hungertod von 5000 Legehennen in Kauf genommen - laut seiner Aussage aus wirtschaftlicher Not.

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Darf keine Tiere mehr halten: Der Angeklagte am Montag vor Gericht.

Quelle: Carmen Jaspersen

Vechta. Nach dem Hungertod von mehr als 5000 Legehennen hat das Amtsgericht Vechta einen 60 Jahre alten früheren Landwirt aus dem Kreis Osnabrück zu 2700 Euro Geldstrafe verurteilt. Der Mann habe vorsätzlich gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, sagte die Richterin am Montag. Aus wirtschaftlicher Not habe er kein Futter mehr kaufen können, vor der Situation aber den Kopf in den Sand gesteckt, sagte die Richterin. Die Folgen hätten ihm klar sein müssen. „Jedes Kind weiß, was passiert, wenn man Tieren nichts zu trinken und zu futtern gibt“, sagte die Richterin.

Futtersilos waren komplett leer

Veterinäre des Landkreises Vechta hatten im Februar und März vergangenen Jahres in zwei von dem Mann gepachteten Ställen insgesamt schätzungsweise 5600 verendete Tiere entdeckt. Als Zeugin schilderte eine Tierärztin des Kreises Vechta, Pachtinteressenten hätten die Behörden informiert, nachdem sie in den Gebäuden verendete Tierkadaver entdeckt hatten. Die Ställe gehörten nicht dem Angeklagten, auch er hatte sie gepachtet. Die Futtersilos und Futterautomaten seien komplett leer gewesen. Insgesamt habe der Landwirt mehr als 17 000 Hühner in den Ställen gehabt. Die überlebenden Tiere seien vom Angeklagten zuvor zum Schlachthof transportiert worden. Inzwischen habe der Kreis ein Tierhaltungsverbot gegen den Mann ausgesprochen.

Das Veterinäramt habe in den Monaten zuvor Informationen bekommen, dass der Stromversorger wegen unbezahlter Rechnungen den Strom habe abstellen wollen. Dazu sei es aber nicht gekommen, weil die Rechnungen dann bezahlt wurden. Daraufhin habe es auch Kontrollen gegeben. Dabei sei festgestellt worden, dass noch genügend Futter in den Ställen war.

Sein Mandant, der sich vor einem anderen Amtsgericht unter anderem wegen Insolvenzverschleppung verantworten muss, sei angesichts der wirtschaftlichen Probleme „kopflos gewesen“, sagte der Verteidiger des Angeklagten. In dem entsprechenden Zeitraum seien die Eierpreise sehr niedrig gewesen. „Er hat das nicht mit Absicht getan“, sagte der Rechtsanwalt.

von Elmar Stephan

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