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Mann stirbt nach Konsum von Legal Highs

Drogentoter in Braunschweig Mann stirbt nach Konsum von Legal Highs

Sie sind zwar oft noch nicht verboten, aber genauso gefährlich wie illegale Drogen: Sogenannte Legal Highs, mit synthetischen Drogen versetzte Kräutermischungen, haben einen Braunschweiger das Leben gekostet. Etliche Jugendliche schwebten bereits in Lebensgefahr.

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Legal Highs: Die zum großen Teil in Asien produzierten Drogen werden als Badesalz, Kräutermischung, Lufterfrischer oder Pflanzendünger verpackt und verkauft, ohne die eigentlichen Inhaltsstoffe anzugeben.

Quelle: dpa

Braunschweig. Nach dem Konsum von als Legal Highs bezeichneten künstlichen Drogen ist ein 34 Jahre alter Mann in Braunschweig tot zusammengebrochen. Ein Notarzt konnte dem von seiner Frau leblos entdeckten Mann nicht mehr helfen, teilte die Polizei am Montag mit. Der Mann erstickte an akutem Lungenversagen. Todesursache ist offenbar der jahrelange Konsum der als Kräutermischung getarnten Legal Highs, deren Vorrücken den Behörden zunehmend Sorge bereitet. In der Wohnung des Mannes fanden Beamte Unmengen der bunten Tütchen, die von den Herstellern in immer neuer Zusammensetzung zur Umgehung des Betäubungsmittelgesetzes über das Internet oder in einschlägigen Geschäften verkauft werden.

Etliche Male mussten Notärzte in Niedersachsen alleine in den vergangenen Monaten wegen des Konsums von Legal Highs ausrücken. Mit Brechreiz und Schwindel kamen mehrere Jugendliche in Braunschweig im März in Kliniken.  Ein 18-Jähriger stürzte ohnmächtig in die Oker und konnte im letzten Moment von einem Passanten aus dem Wasser gezogen werden. Bei einem 16-Jährigen fanden Fahnder 41 der Tütchen der mit Drogen versetzten Kräutermischungen. Drei junge Männer eines Berufsschullehrgangs aus Celle kamen im April in eine Klinik, nachdem sie gefährliche Kräutermixturen geraucht hatten.

Bei 25 der 1032 Drogentoten des vergangenen Jahres waren nach Angaben des Bundeskriminalamtes Legal Highs die Ursache. Die Hersteller spielen mit dem Staat Hase und Igel. Regelmäßig verbietet die Regierung neue Substanzen. Die Drogenköche verändern aber immer wieder die Struktur der künstlich hergestellten Wirkstoffe, in der Regel Cannabinoide, so dass diese dann erstmal wieder legal sind. Nun soll es ein neues Gesetz geben, das gleich ganze Stoffgruppen verbietet, um dem Treiben ein Ende zu bereiten.

Designerdrogen Legal Highs

Sie kommen harmlos daher, haben es aber in sich: Als Legal Highs bezeichnete Designerdrogen sind synthetisch hergestellte Rauschmittel. Die zum großen Teil in Asien produzierten Drogen werden als Badesalz, Kräutermischung, Lufterfrischer oder Pflanzendünger verpackt und verkauft, ohne die eigentlichen Inhaltsstoffe anzugeben. Verkäufer priesen sie als legale Alternative an und vermittelten den Eindruck, sie seien ungefährlich, warnt die Bundesregierung. Doch der Konsum der Drogen ist alles andere als harmlos und kann tödliche Folgen haben: Die Symptome reichen von Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Ohnmacht und Wahnvorstellungen.

dpa

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