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Marmorgrundel plagt Angler

Mittellandkanal Marmorgrundel plagt Angler

Der Mittellandkanal ist als Wasserstraße quasi eine Autobahn für viele nicht-einheimische Arten. Jetzt hat sich die Marmorgrundel angesiedelt – sehr zum Ärger der Angler.

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In Rhein, Main und Neckar gibt es bereits Abschnitte, wo Grundeln bis zu 80 Prozent der gesamten Fischmasse ausmacht.

Quelle: dpa

Hannover. In Niedersachsens Mittellandkanal macht sich offensichtlich eine weitere fremde Fischart breit: die Marmorgrundel (Proterorhinus semilunaris). Sie sei eine Verwandte der ebenfalls aus der Region des Schwarzen Meeres eingewanderten Schwarzmundgrundel und lebe im Mittellandkanal inzwischen derart häufig, dass sie als neue Fischart gelte, teilte der Landessportfischerverband Niedersachsen (LSFV) am Dienstag in Hannover mit. Nach Kontrollfängen sind sich die LSFV-Biologen sicher, dass Marmorgrundeln schon seit einiger Zeit im Mittellandkanal vorkommen, jedoch seltener als die Schwarzmundgrundel.

Für Angler sind Grundeln eine Plage. Sie pflanzen sich laut LSFV mehrmals im Jahr fort, fressen unter anderem Laich und Jungfische und sind damit eine neue Konkurrenz für heimische Arten. In Rhein, Main und Neckar gebe es bereits Abschnitte, wo Grundeln bis zu 80 Prozent der gesamten Fischmasse ausmachten - teils kämen dort mehr als 100 Tiere auf nur einen einzigen Quadratmeter Gewässergrund.

Der Mittellandkanal sei als Wasserstraße gewissermaßen eine Autobahn für viele nicht-einheimische Arten. Über die Ost-West-Route hätten sich binnen weniger Jahre zwischen Elbe und Rhein schon fremde Arten wie Wolgazander, Wollhandkrabbe oder Dreikantmuschel breitgemacht.

Der LSFV will nun in Zusammenarbeit mit der Leibniz Universität Hannover klären, in welchem Invasionsstadium die Schwarzmundgrundel im Mittellandkanal ist und ob die Grundelschwemme noch weiter läuft.

dpa

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Günther Hamker (75) lebt seit mehr als 50 Jahren in einer Waldhütte im Harz, die er als Jugendlicher von seinem Großvater geerbt hat. Er ist in vielen Bereichen Selbstversorger. Sein Wasser stammt aus einem selbstangelegten Brunnen, Strom erzeugt er mit Windkraft und Solarenergie. Für seine Öfen hackt er im Sommer Holz.