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Der Norden Haben Hundebesitzer Angst vor Kontrollen?
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08:49 22.03.2017
Haben mehr Hundebesitzer ihre Tiere aus Angst vor Kontrollen im Hunderegister gemeldet? Quelle: dpa (Archiv)
Hannover

Die Zahl der im niedersächsischen Hunderegister gemeldeten Tiere ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Waren im Juni 2016 erst gut 272 000 Vierbeiner registriert, so sind es mittlerweile rund 306 000. Das Landwirtschaftsministerium in Hannover sieht dafür eine Vielzahl an Gründen: Dazu zählten unter anderem Kontrollen der Kommunen oder nur deren Ankündigung, aber auch eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit sowie die hohe Akzeptanz des 2013 in Kraft getretenen Hundegesetzes.

Wer sich einen Hund neu anschafft, muss zudem eine Sachkunde-Prüfung absolvieren. Dabei werden die Hundehalter laut Ministerium explizit auf ihre Pflichten hingewiesen. Niedersachsen ist seit Juli 2013 das einzige Flächenland mit einem zentralen Hunderegister. Anfangs gab es Kritik und Klagen vor Verwaltungsgerichten. Für die Erfassung eines Tieres werden Gebühren zwischen 17 und 28 Euro fällig. Viele Halter sahen dies nicht ein, weil sie ihre Lieblinge zum Beispiel schon beim internationalen Suchregister Tasso registriert hatten.

Daneben müssen sich die Halter weiterhin separat bei ihren Gemeinden für die Hundesteuer anmelden. In Osterode im Harz kündigte die Stadt vor kurzem an, zahlungsunwillige Hundebesitzer per Hausbesuch aufspüren zu wollen. Als Folge meldeten sich dutzende Tierhalter freiwillig.

Der Sachkundenachweis für Neu-Hundehalter in Niedersachsen - auch Hundeführerschein genannt - wird vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) insgesamt positiv bewertet. Bei der Registrierung sollten allerdings Nachbesserungen vorgenommen werden, sagte Landesverbandschef Martin Klopsch. "Eine Doppelregistrierung, die zu einem Teil kostenpflichtig ist, stößt in Gesprächen mit Hundehaltern immer wieder auf Unverständnis und Verärgerung."

Ob sich die Zahl der in Niedersachsen gehaltenen Hunde erhöht hat, vermag Klopsch nicht zu sagen. Möglicherweise hätten die Ankündigungen von Kontrollen der Kommunen mehr Besitzer zur Registrierung ihrer Tiere veranlasst, sagte der Verbandsvorsitzende.

Im Tierheim Hannover, das Tiere aus der ganzen Region aufnimmt, sind aktuell 74 Hunde untergebracht. Es werden immer Plätze freigehalten, falls Veterinärämter misshandelte Tiere sicherstellen beziehungsweise Hunde aufgenommen werden müssen, deren Besitzer ins Krankenhaus oder ins Gefängnis kommen.

Die bessere Registrierung mache es einfacher, die Besitzer von Fundtieren zu ermitteln, sagte Tierheim-Sprecherin Katja Marnette. Abgegeben würden häufig alte und kranke Vierbeiner. Auch Marnette weiß nicht, ob es mehr Hunde im Land gibt. "Ich könnte mir das aber vorstellen, weil es heute über diverse Internet-Plattformen sehr leicht ist, an ein Tier zu kommen." Durch das Gesetz müssen die Halter nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums auch Angaben über die Rasse ihrer Vierbeiner machen. Demnach wurden im Dezember 2016 in Niedersachsen überwiegend Mischlinge gehalten. Es folgten Hunde der Rassen Labrador Retriever, Jack Russell Terrier und Golden Retriever.

dpa

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